Ananas

Exotischer Klassiker

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Konsument 12/2000 veröffentlicht: 01.12.2000

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Harte Schale, süßer, saftiger Kern: Frisch aufgeschnitten schmecken Ananas am besten.

Sie wirkt unnahbar und giftig, die Mutterpflanze der Ananas mit ihren rosettenartig angeordneten, langen bläulich-grünen Blättern, die zu scharfen Spitzen zusammenlaufen. Auch die fast kopfgroße Frucht, die aus der Mitte der Pflanze herausragt, wirkt nicht gerade einladend: Die ledrige, schuppige Haut ist übersät mit unregelmäßigen, sechseckigen „Augen“ und gekrönt von einem großen Büschel gezahnter Blätter. Trotz ihres abweisenden Äußeren ist sie über 500 Jahre nach ihrer Entdeckung durch keinen geringeren als Christoph Kolumbus eine der beliebtesten tropischen Früchte: Pro Jahr werden weltweit rund elf Millionen Tonnen verspeist.

Ausschlaggebend für diesen durchschlagenden Erfolg ist vor allem ihr unverwechselbares Aroma. Bereits 1578 schwärmte der Jesuitenmissionar José de Acosta, die Ananas sei „von erfreulichem Geruch und von gar schmeichelndem und köstlichem Geschmack, saftig und süß und scharf zugleich“. Und sein Zeitgenosse Jean de Léry schilderte die Frucht als so überaus köstlich, „dass Götter darin schwelgen könnten und sie würdig wäre, nur von der Hand einer Venus gepflückt zu werden“.

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