Babynahrung: Hersteller im Ethik-Test

Vom Ideal weit entfernt

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Konsument 2/2005 veröffentlicht: 14.01.2005

Inhalt

  • Die Vermarktungsmethoden werden heftig kritisiert
  • Teilerfolge der großen Anbieter in Umweltfragen

Kritik an "großen" Herstellern

Es gibt reine Produkttests (Konsument-Test " Baby-Anfangsnahrung - Vermessen", in Heft 2/2005) und Ethiktests. Hier in diesem Test geht es um Babynahrung und Ethik. Und da fällt einem zuallererst die jahrzehntelange Auseinandersetzung gegen künstliche Säuglingsnahrung ein, in deren Mittelpunkt der Nestlé-Konzern als Weltmarktführer stand. Dieser, aber auch die beiden anderen großen Hersteller, Milupa und Hipp, wurden und werden für ihre Vermarktungspraktiken in der Dritten Welt massiv kritisiert.

Höhere Sterberate bei nicht gestillten Babys

Verunreinigtes Wasser, mit dem das Milchpulver angerührt wird, und die Unmöglichkeit, Flaschen und Sauger steril zu halten, hätten häufig Durchfall zur Folge – die häufigste Todesursache für Kinder. Laut IBFAN (Internationales Aktionsnetzwerk Säuglingsnahrung) kommen jedes Jahr 1,5 Millionen Babys ums Leben, weil sie nicht gestillt werden. „Alle 30 Sekunden stirbt ein Baby an unsicherer Flaschenfütterung“.

In den ersten Monaten lebenswichtig

Die Bedeutung des Stillens und des Verzichts auf industrielle Babynahrung während der ersten Lebensmonate wurde im Lauf der Jahre von fast allen Staaten der Erde anerkannt. Im Jahr 1981 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Kodex verabschiedet, der Mindeststandards für die Marketingpraktiken von Babynahrungsherstellern aufstellt, wenn auch auf freiwilliger Basis.

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