Bedenkliche Farbstoffe in Osternaschereien

Eltern aufgepasst!

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veröffentlicht: 18.03.2008

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Beim Einkauf von österlichen Süßigkeiten haben wir etliche Produkte entdeckt, die fünf mit Vorsicht zu genießende Farbstoffe enthalten. Achtung: Wer Kindern Süßes schenkt, sollte die Zutatenliste auf der Verpackung genau lesen und ungefärbte Produkte sowie solche mit pflanzlichen Auszügen vorziehen.

Kindersüßigkeiten sollten möglichst frei von Zusatzstoffen sein. Schon im Vorjahr haben wir über etliche Naschsachen berichtet, die Kinder gerne mögen und die folgende Farbstoffe enthielten: Azo-Farbstoffe Tartrazin (E 102), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Cochenillerot A (E 124) sowie den künstlichen Farbstoff Chinolingelb (E 104).

Anlässlich des bevorstehenden Osterfestes waren wir wieder einkaufen und haben gezielt nach Süßigkeiten mit diesen Farbstoffen gesucht.

In diesen Oster-Süßigkeiten haben wir die betroffenen Farbstoffe gefunden:

Ostersüßigkeiten mit den betroffenen Farbstoffen: Sie können Kinder unruhig machen (Foto: VKI)

Ergebnis unserer Einkaufstour: Zahlreiche Hersteller von süßen Osterprodukten verwenden diese Farbstoffe. Die Palette reicht von den bunten Knuspereiern von "Haribo" über Schaum-Henderln von "Manner" bis hin zu Schoko-Bananen-Eiern von "Casali", um nur einige Firmen zu nennen.

Farbstoffe können Hyperaktivität auslösen

Es geht nicht darum, den kleinen Schleckermäulchen die Freude an vereinzelten und in Maßen genossenem Naschwerk zu verderben. Doch Vorsicht: Der Konsum bestimmter Zusatzstoffe in größeren Mengen ist für Kinder scheinbar nicht ganz unbedenklich. Die britische Food Standards Agency (FSA) weist schon seit längerem darauf hin, dass Farbstoffe in Naschereien mitverantwortlich für hyperaktives Verhalten bei Kindern sein können. Die FSA rät deshalb Eltern von Kindern mit dem auch als Zappelphilipp-Syndrom bekannten Verhalten, besser auf diese Farbstoffe zu verzichten.

Alternative: Farben auf pflanzlicher Basis

Hersteller müssen beim Verwenden von Zusatzstoffen nachweisen, dass eine technologische Notwendigkeit dafür besteht. Kommt bei einem leicht verderblichen Produkt ein Konservierungsmittel zum Einsatz, so kann das durchaus in Ordnung sein. Dass Schokoeier grellgelb oder Geleehenderln leuchtend rot und in exakten Farbnuancen gefärbt sein müssen, dafür gibt es sicher keinen dringenden Bedarf. Warum also verabschiedet sich die Industrie nicht endlich von künstlichen, insbesondere Azo-Farbstoffen für Naschereien? Das Färben mit pflanzlichen Auszügen wäre eine gangbare Alternative. Dass ein Verzicht auf die fünf besonders kritischen Farbstoffe möglich ist, zeigt Dänemark. "Haribo" in Dänemark verwendet sie nicht.

Fazit: Wer nach österlichem Naschwerk sucht, tut gut daran, einen Blick auf die Zutatenliste auf der Verpackung zu werfen. Zuckerzeug mit den genannten fünf Farbstoffen sollte vorsichtshalber nicht ins Osterkörberl für die Kleinsten kommen.

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Bild: VKI