Bio-Gütesiegel

Kommentar von VKI-Geschäftsführer F. Floss

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KONSUMENT 7/2011 veröffentlicht: 21.06.2011

Inhalt

Darf das Bio sein? Diese Frage stellen sich viele Konsumenten nach der Warnung vor spanischen Biogurken mit den lebensbedrohenden EHEC-Bakterien. - Ein "Intern" von VKI-Geschäftsführer Franz Floss.

Franz Floss (Bild: Wilke) 
 E-Mail: Franz Floss -
VKI Geschäftsführung

Auch die Entwarnung, dass die spanischen Bioprodukte nicht Quelle der Erkrankung sind, lässt die Frage offen, was Bioprodukte "leisten" müssen. Das BIO-Gütesiegel steht für ökologische Landwirtschaft, eine möglichst artgerechte Tierhaltung sowie den Verzicht auf Kunstdünger, Spritzmittel und den Einsatz von Gentechnologie. Bioprodukte müssen von einer staatlich akkreditierten Prüfanstalt untersucht werden.

Bio wird in Österreich streng kontrolliert

Zusätzlich gibt es strenge Kontrollen der großen Handelsfirmen. Bioprodukte sind mit Sicherheit die am strengsten kontrollierten Lebensmittel. BIO heißt allerdings nicht, dass es sich um österreichische Produkte handelt. Heimische Produktion garantiert das rotweißrote AMA-Biozeichen . Da wir etwa im Bereich Obst nur 60 Prozent der Nachfrage decken, importiert der Handel auch Bioprodukte. Die können weniger weit (Italien), aber auch weiter (Weintrauben aus der Türkei, aus Südafrika oder Chile) gereist sein. Selbst gesundheitsbewusste Konsumenten sind gewohnt, Obst und Gemüse nicht nur zur Saison, sondern das ganze Jahr hindurch kaufen zu können.

BIO schützt nicht vor Keimen

Auch Bioprodukte können erhöhte Keimzahlen ("verdorben") aufweisen. Daran muss nicht der Biobauer schuld sein. Die Verkeimung kann ebenso gut durch den Transport und/oder die Lagerung im Geschäft entstehen.

BIO ist empfehlenswert

Es ist am besten, zu Bioprodukten aus der Region zu greifen und dann zu kaufen, wenn sie Saison haben. Durch kurze Transportwege und eine weniger energieaufwendige Lagerung wird die Umwelt geschont. Auch die Konsumenten profitieren davon: Frische, vollreife Früchte schmecken einfach besser.

Für die Gerechtigkeit

Zum Schluss noch ein Dank an unsere Leser. In einer Umfrage des market-Instituts im Auftrag der Tageszeitung "Der Standard" wurde abgefragt, welche Organisationen in Österreich für Gerechtigkeit sorgen . Unter den 14 abgefragten Institutionen ist der VKI mit seiner Zeitschrift KONSUMENT als Sieger hervorgegangen. Darauf sind wir stolz, und wir werden alles unternehmen, um diesen Anspruch weiterhin zu erfüllen.

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