Eier: Basics rund ums Osterei

Frohe Ostern!

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veröffentlicht: 06.04.2009

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Und wieder ist es soweit: Bunt gefärbte und bemalte Eier zum Schmücken und Verzehren begleiten uns durch die Osterzeit. Woran lassen sich Herkunft und Frische erkennen? Und wie viele Eier darf man essen?

Laut AMA konsumiert ein Österreicher pro Jahr durchschnittlich 230 Eier. Ob wir die Eier mit gutem Gewissen genießen können, sagt uns die Einzel-Eikennzeichnung. Seit 2004 ist die EU-weit gültige Einzelkennzeichnung der Eier verpflichtend. Ein Stempel mit dem sogenannten Erzeugercode auf jedem Ei gibt Bescheid über Haltungsform, Herkunftsland und den landwirtschaftlichen Betrieb aus dem es kommt.

Lautet die Zahl zB 2 AT 1234567 so lassen sich daraus folgende Details ablesen: Die erste Zahl gibt die Haltungsform an: in diesem Fall 2 für Bodenhaltung. Die Buchstaben stehen für den Ländercode, also AT für Österreich, DE für Deutschland, BE für Belgien usw. Die siebenstellige Zahl hinter dem Ländercode informiert über die landwirtschaftliche Betriebsnummer. Zusätzlich kann noch MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) angegeben sein. Die Kennzeichnung MHD auf dem Ei ist freiwillig, verpflichtend ist sie allerdings auf der Verpackung.

Käfighaltung in Österreich verboten

Die Kennzeichnung 0 steht für biologische Erzeugung. Die so produzierten Eier stammen immer aus Freilandhaltung. Die Futtermittel für die Legehennen kommen aus biologischem Anbau.

Die Kennziffer 1 bezeichnet Freilandhaltung. Die Hennen haben Auslauf auf einer begrünten Fläche. Es gibt Bäume, Sträucher und einen Unterstand.

Kennziffer 2: Bei dieser Art der Haltung können sich die Hennen in einem Stall frei auf dem Boden bewegen.

Die Zahl 3 bedeutet Käfighaltung. Hier leben die Legehennen in Kleingruppen in einem Käfig mit Gitterboden. Diese Haltungsart ist in Österreich seit 1.1.2009 verboten. In den meisten anderen EU-Ländern tritt dieses Verbot erst mit 2012 in Kraft.

Herkunft der Ostereier

In Österreich werden rund um Ostern jedes Jahr 50 Millionen Eier gekocht, industriell gefärbt, verpackt und für den Verkauf vorbereitet. Bei gefärbten Eiern gibt es keinen verpflichtenden Herkunftsstempel. Dadurch kann sich die groteske Situation ergeben, dass den Konsumenten erst wieder versteckte Käfigeier untergejubelt werden. Denn durch die Farbe auf den Eiern lässt sich der Kennzeichnungsstempel nicht mehr erkennen.

Auf freiwilliger Basis sind genauere Angaben zur Herkunft über das Herkunftssicherheitssystems der AMA (Agrarmarkt Austria) möglich. Erkennbar sind diese Eier an der rot-weiß-roten AMA-Herkunftsbanderole.

Auch abseits von Ostern

Längst überfällig ist  die Kennzeichnung der Zutaten von verarbeiteten Produkten wie zB Teigwaren mit  Eiern.  Die Kunden sollten wissen, was sie kaufen. Gleichzeitig sind die Hersteller aufgerufen, den Konsumenten freiwillige Angaben zur Herkunft der verwendeten Eier zu liefern. 

 

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