Entsafter

Saftige Unterschiede

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KONSUMENT 10/2013 veröffentlicht: 26.09.2013

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Saftpressen und -zentrifugen zaubern aus frischem Obst und Gemüse im Handumdrehen köstliche Säfte. Testergebnis: Manche Geräte holen mehr Saft aus der gleichen Menge an Früchten heraus als andere.

Frisch, wohlschmeckend und garantiert ­ohne Zusatzstoffe: Selbst gemachte Fruchtsäfte sind willkommene Durstlöscher zum Essen. Auf diese Art lassen sich auch Überschüsse aus dem eigenen Garten sinnvoll verwerten. Dem Einfallsreichtum sind keine Grenzen gesetzt. Äpfel harmonieren beispielsweise gut mit Sellerie oder auch mit ­Karotten.

Geschwindigkeit, Saftmenge und Montage im Test

Anlässlich der Erntesaison haben unsere deutschen Kollegen von der Stiftung Warentest Saftpressen und Saftzentrifugen auf den Prüfstand gestellt. Unter anderem wurden Geschwindigkeit und Menge des ­gewonnen Saftes beurteilt sowie die Erstmontage oder der gesamte Arbeitsaufwand beim Entsaften, etwa wenn das Zerkleinern der Früchte oder eine Zwischendurch-Reinigung erforderlich waren.

Zentrifuge oder Presse

Bei Zentrifugen wird Obst oder Gemüse auf einer Reibscheibe zerkleinert und der Saft durch die Fliehkraft aus dem Fruchtfleisch geschleudert. Pressen zerquetschen die Früchte in einer Pressschnecke oder zwischen zwei Presswalzen. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Das Auffälligste ist der Lärmpegel: Zentrifugen arbeiten mit lautem – ­mitunter sogar schrillem – Geräusch, Pressen sind viel leiser. Letztere liefern auch homo­genen Saft mit mehr Fruchtfleisch und Zellstoffen, also auch mit mehr Geschmack.

Außerdem lassen sich mit ihnen auch Kräuter verarbeiten. Bei den Zentrifugen trennt sich der Saft oft in einen trüben, fruchtfleischhaltigen und einen klaren Teil. Außerdem entsteht beim Zentrifugieren mehr Schaum. Daher wird bei Zentrifugen oft ein Saftbehälter mit Schaumtrenner mitgeliefert. Der hält den Schaum beim Ausgießen zurück.

"Gute" bereits um 150 Euro

Die Vorteile der Zentrifugen liegen im günstigen Preis. "Gute" Geräte sind schon um ­weniger als 150 Euro zu haben, die bessere der beiden getesteten Pressen liegt mit 600 € hingegen in einer anderen Preisklasse. Zentrifugen lassen sich leichter reinigen als Pressen und ermöglichen schnelleres Arbeiten. Das betrifft nicht nur die Auspressgeschwindigkeit. Sie haben meist auch größere Einfüllschächte, in die sogar unzerteilte Äpfel hineinpassen. Daher muss man die Früchte vor dem Verarbeiten nicht zerkleinern. Das kann andererseits jedoch zum Sicherheits­problem werden, wenn Kinder in der Nähe sind, die hineingreifen könnten.  


Lesen Sie außerdem folgende Artikel zum Thema Entsaften: Entsafter (Test)Obst- und Gemüsesäfte aufbewahren, sowie unser KONSUMENT-Buch Obst & Gemüse einkaufen

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Philips Avance Collection HR1871/10, Braun Multiquick 7 J700, Gastroback Design Multi Juicer Art.-Nr.40127, Bosch Styline MES20A0, Rommelsbacher ES 800/E, Kenwood Excel JE850, Tefal Elea Duo, Severin ES 3559, Green Star EliteGSE 5000, Moulinex Infiny Press Revolution

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28 Stimmen

Kommentare

  • Saftausbeute
    von norbert0708 am 09.01.2014 um 01:36
    Ob man gerne Saft mit mehr Fruchtfleisch bzw. einen höheren Faseranteil trinkt, ist Geschmackssache. Objektiver würde die Wirksamkeit einer Saftpresse jedenfalls durch Messung der Restfeuchte des Abfalls ermittelt! (Tipp für s nächste Mal!)
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo