Ernährung: die neue Pyramide

Richtig essen

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Konsument 11/2010 veröffentlicht: 15.10.2010

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Eine auf unsere Essgewohnheiten abgestimmte einheitliche österreichische Ernährungspyramide soll die richtige Auswahl von Lebensmitteln erleichtern. Und das Wirrwarr der bisherigen unterschiedlichen Modelle beenden.

Die Schlagzeile ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: "Wir werden dicker und doofer", titelte die Tageszeitung ­"Kurier" am 17.9.2010. Anlass für diese ­lapidare Feststellung war – zumindest was die Leibesfülle betrifft – eine brandneue Studie des Instituts für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung (IMSB). Seit 1980 werden wir größer und schwerer, stellten die Experten nach unzähligen Körpervermessungen fest.

In die Länge, in die Breite

Dass wir in die Länge gehen, ist neu. Dass wir an Breite zulegen dagegen nicht. Heimische Ernährungsberichte liefern seit Jahr und Tag dasselbe Ergebnis: Der Zeiger der Waage geht stetig nach oben. 42 Prozent der 18- bis 65-Jährigen in Österreich sind übergewichtig. Und auch bei Schulkindern nimmt die Anzahl der Dicken ­stetig zu.

Woran das liegt, ist allgemein bekannt. Wir essen zu fett und zu salzig. Der Nachwuchs nascht zu viel und alle zusammen futtern viel zu wenig Ballaststoffe. Der Obst- und Gemüsekonsum ist zu niedrig, ebenso der von Hülsenfrüchten sowie Vollkornprodukten. Dafür langen wir bei Fleisch- und Wurstwaren ordentlich zu.

Einde Idee, viele Ausführungen

Tipps, wie das Körpergewicht im Norm­bereich bleibt, gab und gibt es viele. Noch vor einigen Jahren lautete die Empfehlung: "Essen Sie 10 bis 15 Prozent Eiweiß, 20 bis 30 Prozent Fett und mindestens 50 Prozent Kohlenhydrate, bezogen auf Ihre gesamte Kalorienmenge." Sehr interessant. Und was genau sollte das heißen? Eben! Niemand außer einigen Spezialisten wusste es, von der praktischen Umsetzung ganz zu schweigen. Also wurde die Ernährungspyramide erfunden, mit der sogenannte lebensmittelbasierte Ernährungsempfehlungen grafisch verdeutlicht werden.

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Kommentare

  • Teller statt Pyramide???
    von powerplana am 05.06.2011 um 10:28
    Die Amis haben die Pyramide weggeschmissen und durch einen einfachen Teller ersetzt. Scheint mir wesentlich einfacher zu sein als die Ernährungspyramide, an der ständig herumgedoktert wird und sich unzählige Experten selbst verwirklichen, siehe: http://www.choosemyplate.gov/
  • Die Menge stimmt
    von REDAKTION am 22.10.2010 um 12:24

    Die von Ihnen errechneten Mengen sind richtig. Es mag Ihnen vielleicht sehr viel vorkommen, aber versuchen Sie einmal ein Wiegeprotokoll zu führen: Sie wiegen alles ab was Sie gegessen und getrunken haben und vergleichen dann die erfasste mit der empfohlenen Menge.

    Natürlich kann dabei die aufgenommene Lebensmittelmenge schwanken, aber ernährt man sich gesund und abwechslungsreich, kann man mehr essen als man vielleicht annimmt.

    Ihr Konsument-Team

  • Mampf
    von dragon1973 am 21.10.2010 um 13:12
    Also täglich z.B. 400g gegartes Gemüse 100g Rohkost 250g Obst 60g Brot 60g Müsli 200g Teigwaren 150g Reis 180g Topfen 200g Yoghurt 50g Käse - 1650g = 1,65kg Nahrungsmittel täglich und da sind Fisch, Fleich oder Wurstwaren oder was auch immer noch nicht dabei. Irgendwie kommt mir das ein bisschen viel vor oder täusche ich mich....
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