Espressomaschinen

Im Namen der Crema

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Konsument 1/2006 veröffentlicht: 13.12.2005

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  • Am einfachsten geht’s mit Kapselgeräten
  • Siebträger günstig und gut
  • Vollautomaten erfüllen die Erwartungen

In jedem vierten Haushalt

Wenn Sie selbst noch keines der Kultgeräte zu Hause haben, können Sie fast sicher sein, dass sich einer Ihrer Nachbarn jeden Morgen bereits seinen hausgemachten Espresso zubereitet – laut Statistik besitzt nämlich jeder vierte Haushalt in Österreich eine Espressomaschine. Doch auch hier scheiden sich die Geister: Siebträger, Vollautomaten oder Kapselgeräte, welche Maschine bietet das Meiste für Ihr Geld? Und welche leistet das, was Sie sich erwarten?

AEG EA 130, Gaggia Baby, Impressa F70

Wir haben die Hauslieferanten des italienischen Dolce Vita getestet, damit Sie zum Verkosten nicht in Ihrer Nachbarschaft von Tür zu Tür gehen müssen. Wer beim nächsten Kaffeekränzchen oder dem Besuch vom Chef sichergehen möchte, der setzt auf den Vollautomaten Impressa F70 von Jura oder auf die Siebträgergeräte EA 130 von AEG und Gaggia Baby. Sie überzeugen durch besonders guten Kaffeegeschmack und verführerische Crema. Allerdings haben auch diese Geräte ihre Nachteile.

Siebträger: für Tüftler

Für Sie ist der Kaffee mehr als ein schneller Energielieferant am Morgen, mehr als ein Pausenfüller im Büro? Wer individuell Einfluss auf das Aroma des Espresso nehmen möchte, ist mit einem Siebträger am besten bedient. Entsprechende Hingabe ist aber erforderlich: Pulver mahlen und abmessen, andrücken, Filterträger einspannen, anschalten, und die Wassermenge muss ebenfalls von Hand reguliert werden. So viel Aktion ist nicht jedermanns Sache, doch die Experimentierfreudigen kommen voll auf ihre Rechnung.

Zucker auf dem Schaum

Gleich drei Geräte erbrachten in dieser Kategorie eine gute Leistung – der Geschmack überzeugte unsere professionellen Tester vor allem bei der EA 130 von AEG, die beste Crema lieferte die Gaggia Baby. Die Crema sorgt übrigens dafür, dass die Aromastoffe aus der Bohne sich nicht zu schnell verflüchtigen. Im Idealfall ist sie so beständig, dass aufgestreuter Zucker einige Sekunden lang nicht untergeht. Ist Ihnen das gelungen, so haben Sie den Siebträger im Griff. Aber nicht vergessen: Das Sieb muss nach jeder Tasse gereinigt werden. Wer das nötige Fingerspitzengefühl und die Zeit hat, ist mit einem Siebträger also gut beraten.

Espresso: 20 Cent pro Tasse

Hier bekommt man gelungenen Espresso zu einem günstigen Preis: Ab etwa 100 Euro sind Sie stolzer Besitzer einer Espressomaschine, und mit durchschnittlich 0,20 Euro pro Tasse ist der Siebträger auch im laufenden Betrieb am billigsten. Wir Österreicher scheinen im Zweifelsfall aber doch eher auf der gemütlichen Seite zu sein: Der Marktanteil für Siebträger beträgt lediglich ein paar Prozent.

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Bild: VKI