Essig

Süß-saure Variationen

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Konsument 8/2004 veröffentlicht: 23.07.2004

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Jahrzehntelang fand sich in Österreichs Küchen maximal eine Essigflasche. Inzwischen experimentiert man auch hier zu Lande gerne mit den verschiedensten Sorten. Wir geben Ihnen einen Überblick.

Essig und Gesundheit: das Apfelessig-Märchen

Welch positive Wirkungen auf die Gesundheit dem Apfelessig auch immer zugeschrieben werden mögen: Es gibt bislang keine wissenschaftlichen Belege für spezielle gesundheitsfördernde Wirkungen des Apfelessigs! Ganz im Gegenteil. Wie Analysen zeigen, ist im Apfelessig der Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen im Vergleich zum Apfel gering: 10 g Apfelessig (entsprechen 2 Teelöffeln Essig) enthalten beispielsweise nur 10 mg Kalium, 0,001 mg Betacarotin und 0,06 mg Eisen.

Ein mittelgroßer Apfel liefert dagegen 187 mg Kalium, 0,034 mg Betacarotin und 0,62 mg Eisen. Wer trotzdem Essig trinken möchte, wird bei mäßigen Mengen aber keine Magenbeschwerden bekommen. Und wer sich an die kalorienreduzierten Rezepte in den einschlägigen Kochbüchern hält, wird auch wirklich abnehmen – aber nicht wegen des
Essigs.

Tipps zum Umgang mit Essig

  • Aroma nutzen. Versuchen Sie, bei Essigen nicht nur die Säure, sondern auch das Aroma bewusst einzusetzen – ein weites Feld für Geschmacksexperimente!
  • Individuelle Kombinationen. Manche schwören auf Paradeiser und Weinessig, andere finden, dass Apfelessig der einzig wahre zum Säuern von Kürbisgemüse ist.
  • Kontrapunkt zu „süß“. Balsamessige über süße Cremen oder Eis geträufelt können diesen eine frische Note verleihen.
  • Aroma braucht Zeit. Für sauer eingelegtes Obst oder Gemüse sollte die Essiglösung etwa zweieinhalb bis drei Prozent Essig enthalten. Das volle Aroma aus Essig, Gewürzen und dem Einlegegut entwickelt sich erst nach etwa 14 Tagen.

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