Ethisch konsumieren

Das Zeichen der Fairness

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Konsument 5/2001 veröffentlicht: 01.05.2001

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Weltweit wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer. „TransFair“ will gegensteuern – mithilfe der Konsumenten.

Derzeit trinkt die Mehrheit der Österreicher Kaffee, der denen, die ihn anbauen, keine existenzsichernden Preise bietet,“ erklärt Andrea Reitinger von EZA (Entwicklungszusammenarbeit mit der Dritten Welt – Weltläden). Kaffee-Kleinbauern erhalten oft nur die Hälfte oder gar nur ein Viertel des Weltmarktpreises.

Der wilde Süden

Ähnlich ist es bei Tee, Kakao und vielen anderen Produkten aus der Dritten Welt. Der Kakaoalltag in Asien: Frauen müssen die für die Schokoladeherstellung geernteten Kakaobohnen in 40-Kilo-Säcken oft kilometerweit schleppen. Gearbeitet werden muss, bis das geforderte Pensum erreicht ist. Wer nicht arbeiten kann, erhält auch kein Geld. Rund 50 Prozent der über zwölf Jahre alten Kinder besuchen keine Schule mehr. Nicht viel anders ist die Situation in Afrika und Brasilien, auch wenn dort mitunter mehr Männer als Saisonarbeiter eingesetzt sind. Vielerorts werden von Großgrundbesitzern immer noch bewaffnete Söldner bezahlt, um die Kleinbauern von ihren Feldern zu vertreiben. Der Wilde Westen wurde vom Wilden Süden abgelöst.

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