Farbstoffe in Colagetränken

Farbe bekennen!

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KONSUMENT 5/2015 veröffentlicht: 22.04.2015

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Die dunkle Farbe von Cola & Co stammt von Zuckerkulör. In diesem künstlichen Zusatz kann ein Schadstoff stecken, der möglicherweise krebserregend ist. Während in Kalifornien längst ein strenger Warnwert festgelegt wurde, sehen die europäischen Gesundheitsbehörden nach wie vor keinen Handlungsbedarf.

In unserer Testtabelle finden Sie diese Colagetränke:

  • Austro Cola
  • Black Jack Original B.J. cola
  • Clever Cola light zuckerfrei
  • Coca Cola
  • Cockta Original
  • Dreh und Trink Cola mix
  • Freeway Cola
  • Pepsi
  • S-Budget Cola
  • Schartner Bombe Cola
  • Spar Fresh Cola
  • Spitz Cola
  • Trink! Cola

Getestet wurde der 4-MEI Gehalt (4-Methylimidazol) in diesen Colagetränken. Unsere Experten haben außerdem ausgerechnet, wie viele Gläser (250 ml) Sie von welchem Colagetränk täglich trinken können, um den Warnwert von 29 µg (Mikrogramm) nicht zu überschreiten. - Lesen Sie nachfolgend unseren Testbericht.


 
Wenn es um die Beliebtheit von Limonaden geht, liegen zwei Marken in der Käufergunst ganz vorne: Coca Cola und Almdudler. Wie eine Befragung von 500 Konsumenten im März des Vorjahres zu ihrem Softdrink-Konsum ergab, kommt das heimische Trachtenpärchen in Sachen Beliebtheit auf Platz 2. Auf dem Siegerstockerl steht aber einmal mehr ein schwarzbraunes Getränk aus den Vereinigten Staaten, von der älteren Generation scherzhaft auch "Wanzentinktur“ genannt.

13 Colagetränke im Test

Doch nicht nur Coca Cola und sein Kon­kurrent Pepsi verkaufen eine dunkelbraune Limonade, sondern auch zahlreiche andere Hersteller. Sie alle versuchen, am Sensationserfolg der amerikanischen Marke mitzu­naschen. 13 Produkte haben wir für unseren Test ausgewählt, darunter auch Getränke von Traditionsunternehmen wie Schartner Bombe. Von allen unseren Einkäufen war das zuckerfreie Cola light von Clever mit 0,19 Euro pro Liter am preiswertesten. Ganz schön viel Geld hinlegen müssen Eltern ­dagegen für Dreh und Trink. Das sind jene Plastikflaschen mit Limonade in allen Knallfarben, die so gut in kleine Kinderhände ­passen: 2,95 Euro pro Liter Cola mix lautete hier die fette Bilanz.

Zuckerkulör: von Whiskey bis Cola

Für die schöne dunkle Farbe von Cola, aber auch von zahlreichen anderen Produkten wie z.B. Soja- und Worcestersauce, Kräuter­bonbons, Frühstückszerealien, Balsamico-Essig oder Whiskey sorgt sogenanntes ­Zuckerkulör (Zuckercouleur, E 150). Dieser Stoff ist vor einiger Zeit vor allem in Zusammenhang mit Colagetränken ins Gerede gekommen. Wir haben in unserem Test nachgesehen, wie viel davon in Limonaden steckt, die bei uns verkauft werden.

Erhitzung von Zucker und Chemikalien

Zuckerkulör entsteht, wenn Zucker zusammen mit Chemikalien (Reaktionsbeschleunigern) auf 120 bis 150 Grad C erhitzt wird. Der so gewonnene Stoff ist wasser- bzw. alkohollöslich und bei Hitze sowie Licht stabil. Er schmeckt bitter und riecht verbrannt. Mit dem süßen, angenehm duftenden Karamell, das sich bildet, wenn man Zucker karamellisiert, hat Zuckerkulör nichts zu tun!

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Pepsi keine Angabe, Spitz Cola, Freeway Cola, Spar Fresh Cola, Coca Cola keine Angabe, Clever Cola light zuckerfrei, Schartner Bombe Cola, Trink! Cola, Cockta Original, Austro Cola keine Angabe, Black Jack Original B. J. cola, Dreh und Trink Cola mix, S-Budget Cola

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Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
8 Stimmen

Kommentare

  • Hinweis auf Produkte ohne Zuckerkulör im Artikel (oder online)
    von tricky am 12.05.2015 um 15:25
    vielen Dank für die Info. Als Anregung für zukünftige Artikel dieser Art wäre es empfehlenswert, wenn Cola-Getränke, die überhaupt kein Zuckerkulör beinhalten, in einer Liste aufgeführt sind. Das könnte dann als Empfehlung für Konsumenten, die diesen Zusatzstoff nicht mitkonsumieren möchten, dienen.
  • Red Bull
    von REDAKTION am 04.05.2015 um 15:12
    Der problematische Rückstand 4-MEI kommt nur bei bestimmten Farbstoffen vor, und zwar bei Ammoniak-Zuckerkulör (150 c) und Ammoniumsulfit-Zuckerkulör (150 d). Deshalb wurden gezielt Produkte ausgewählt, die laut Zutatenliste einen dieser beiden Farbstoffe enthalten. Red Bull Cola enthält keinen von beiden. Wir haben dieses Produkt trotzdem außer Konkurrenz mittesten lassen, ohne die Ergebnisse zu veröffentlichen, da es in den Vergleichstest nicht richtig gepasst hätte. Schließlich gibt es noch eine ganze Reihe von Colagetränken, die diese potentiell problematischen Farbstoffe nicht enthalten. In Red Bull Cola konnten wir 4-MEI jedenfalls nicht nachweisen. Ihr Konsument-Team
  • RedBull Cola?
    von tricky am 03.05.2015 um 19:26
    Mich wundert, dass bei dem aktuellen Test das Produkt des RedBull Konzerns: Redbull Cola nicht im Test vorgekommen ist. Das Produkt wirbt mit 100% all natural cola. Stimmen diese Angaben und wurde das Produkt aufgrund des Fehlens von künstlichen Farbstoffen nicht getestet. Mich würde interessieren was die Selbstbewertung "all natural" wirklich wert ist.
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