Faschiertes

Durch den Fleischwolf gedreht

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Konsument 9/2010 veröffentlicht: 23.08.2010

Inhalt

  • 16 Proben untersucht
  • Entwarnung bei Listerien und Salmonellen
  • Schutzgas bringt’s bei Haltbarkeit und Frische

Zugegeben: Ein Steak macht mehr her. Faschiertes sieht nicht ganz so gut aus, dafür ist es vielseitiger, preiswerter sowieso und lässt sich außerdem fein dosieren. Selbst Kinder, die oft kein Fleisch essen wollen, können sich mit ihm anfreunden, wenn es etwa zu den heißgeliebten Spaghetti in einer Sauce Bolognese versteckt wird.

Aus Hackfleisch lassen sich eine Menge schmackhafter Gerichte zaubern: der Klassiker Faschierte Laibchen z.B., die kalt genauso gut schmecken wie warm; oder rustikale ´Cevapˇci´ci als Erinnerung an den letzten Urlaub in Kroatien; oder, wenn die Tage kürzer und kühler werden und man wieder einmal was Molliges möchte, ein deftiger Netzbraten mit Speckstreifen und hartgekochten Eiern.

Beliebt und preiswert

Kein Wunder, dass sich Faschiertes großer Beliebtheit erfreut und dementsprechend oft in den Einkaufswagen gelegt wird. „Stabil und auf hohem Niveau“, sagen die Fleischer, wenn es um die Verkaufszahlen bei Hackfleisch geht. Das war nicht immer so.

Lange haftete diesem Produkt ein strenger Geruch an. Immer wieder argwöhnten kritische Köchinnen, dass beim Fleischhauer ihres Vertrauens in den Fleischwolf kam, was unverkäuflich war – Fleisch mit Flachsen etwa oder das, was am Ende eines langen Verkaufstages übrig geblieben und daher nicht mehr ganz taufrisch war.

Heute gibt es sowohl im österreichischen Lebensmittelbuch als auch in EU‑Verordnungen detaillierte Vorschriften, was genau als Hackfleisch verkauft werden darf.

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Bild: VKI