Faschingskrapfen

Einfach reinbeißen

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KONSUMENT 3/2015 veröffentlicht: 23.01.2015

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Neben Krapfen mit Marillenmarmelade gibt es auch andere Sorten. Je nach Bäcker fällt die Kalorienbilanz unterschiedlich aus. Vergleichen lohnt sich also.

Sie sind rund, bestehen aus Germteig, werden schwimmend in Fett ausgebacken, mit Marmelade gefüllt und anschließend dick mit Zucker bestreut: die klassischen Faschingskrapfen. Anders als bei den hippen Geschäften, die Krapfen mit Loch und knallbunten Glasuren = Donuts verkaufen, muss man sich für diese Köstlichkeit zum Glück nicht anstellen, denn Krapfen gibt es praktisch überall.

Von Marmelade bis Nougat

Platzhirsche bei Produktion und Verkauf von Faschingskrapfen sind die großen Bäckereiketten. Kaum hat die Faschingszeit begonnen, liegen in den Vitrinen von Anker bis Ströck neben den Marmeladekrapfen auch vermehrt Vanille- bzw. Puddingkrapfen, dazu noch Powidl-, Nougat- und Nusskrapfen. Für den kleinen Hunger werden sogenannte Jourkrapfen angeboten, die etwa halb so groß bzw. schwer sind.

Fettgehalt abhängig von der Sorte

Dass in Fett ausgebackener Germteig kein Diätessen ist, versteht sich von selbst. Trotzdem kann man selbst hier Kalorien sparen. Wie üppig ein Krapfen ausfällt, hängt in erster Linie von der Sorte ab, wie Ihnen unsere Tabellen zeigen. Aber auch davon, wie groß bzw. schwer er ist. Umgekehrt heißt das trotzdem nicht, dass mehr Gewicht automatisch mehr Kalorien bedeutet. So hat etwa der Nougatkrapfen von Der Mann 428,4 kcal pro Krapfen (85 g); der von Stöck hingegen, obwohl schwerer, nur 402,0 kcal pro Stück (100 g). Der Grund: Der Fettgehalt ist beim Mann-Krapfen ist um einiges höher als bei jenem von Ströck.


Mit Vanille Kalorien sparen

Wer selbst in der Faschingszeit auf seine Figur achten möchte: Ein Kalorienvergleich lohnt sich vor allem bei den Vanillekrapfen. Hier liegt die Bandbreite zwischen 240,3 und 352,5 kcal pro Krapfen. Das heißt: Der Vanillekrapfen von Ströck wiegt zwar 15 g mehr, hat aber trotzdem über 100 kcal weniger als das Konkurrenzprodukt von Felber.

Kalorien und Nährwerte vergleichen

Wollen Sie sich durch das derzeitige Krapfenangebot nicht nur durchfuttern, sondern auch Kalorien und Nährwerte vergleichen, werfen Sie vor dem Einkauf einen Blick in unsere Tabellen. Wir haben nach Sorten geordnet zusammengestellt, wie viel Energie, aber auch Fett bzw. Zucker in den Produkten steckt, und wir haben den Kaloriengehalt pro Krapfen berechnet.

Erstaunlich finden wir, dass ein Hersteller, nämlich Gradwohl, mit Angaben geizt. Der Vollwertbäcker rückt auf seiner Homepage nur den Fett- und Energiegehalt pro 100 Gramm heraus. Da Angaben zum Gewicht pro Stück fehlen, bleibt ein Firmengeheimnis, wie viele Kalorien pro Krapfen sich die Kunden zuführen.

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Kommentare

  • Marillenmarmelade
    von REDAKTION am 30.01.2015 um 14:15

    Vielen Dank für Ihre Anregung. Wir schauen uns die Marmelade gerne beim nächsten Krapfentest an. Dieses Jahr haben wir nur die Nährwerte erhoben. Eine chemische Analyse von Faschingskrapfen finden Sie bei unserem vorigen Krapfentest. Ebenso haben wir vor einigen Jahren Marillenmarmelade unter die Lupe genommen, das Ergebnis finden Sie hier:

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Aha!
    von escargot am 29.01.2015 um 16:23
    Ich bin dank ihres Tests so schlau als wie zuvor ... Dass Krapfen kein Diätessen sind, weiß - wie Sie richtig schreiben - eh jede/r! Aber was mich brennend interessieren würde: Wie schaut s mit zugesetzten Aromen, Konservierungsmitteln, Weichhaltemittel, etc. aus? Und wie ist der Anteil an Marmelade pro Krapfen, manche quellen ja fast über, andere haben fast gar keine Marmelade! Und: Ist das echte Marillenmarmelade oder gefärbte Kürbis-Pampe mit Aroma? DAS würde mich interessieren, denn darüber bekommt man von den meist unwissenden VerkäuferInnen ohnehin keine Info, weil die das selbst nicht wissen ...
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