Feigen

Früchte aus dem Garten Eden

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Konsument 1/2002 veröffentlicht: 01.01.2002

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  • Im Winter haben getrocknete Feigen Hochsaison.
  • Aber auch frisch schmecken diese Früchte himmlisch.

Laut Altem Testament war der Feigenbaum (Ficus carica) schon im Garten Eden zu finden. In der Vorstellung der Nachgeborenen zeigten Adam und Eva allerdings mehr Interesse an den charakteristischen, handförmig gelappten Blättern als an den süßen Früchten. Und so blieb das Feigenblatt über Jahrhunderte das sprichwörtlich und grafisch probate Mittel um peinliche Tatbestände gnädig zu verdecken.

Heimat der Feigenbäume

Feigenbäume wachsen heute überwiegend in der Türkei, in Griechenland, den USA, Portugal und Spanien. Sie bevorzugen sonnige, heiße Standorte und sind sehr dürreresistent. An den Boden stellen sie keine großen Ansprüche; das Einzige, was sie nicht vertragen, ist Salz. Kein Wunder also, dass sie sehr früh im ganzen Mittelmeerraum und bis nach Indien verbreitet waren.

Optimale Biopflanze

Die Bäume können ein Alter von über 100 Jahren erreichen und werden meist extensiv gezogen. Das heißt, es werden weder Dünger noch Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Dünger regt lediglich das Wachstum der Zweige an, während die Anzahl der Früchte gleich bleibt. Auch Pflanzenschutzmittel erübrigen sich. Ein Feigenbaum ist nämlich gegen die meisten Pilzkrankheiten und Insekten von Natur aus resistent. Außerdem gehört er zu den wenigen Obstbäumen, die nicht gepfropft werden müssen. Man vermehrt ihn mittels Stecklingen, die sich sehr leicht bewurzeln.

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