Fisch

Herausgefischt

Seite 1 von 4

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 3/2006 veröffentlicht: 21.02.2006

Inhalt

Fisch? Ja, bitte! Doch wie lange hält sich frischer Fisch? Worauf ist beim Kauf zu achten? Und woraus bestehen eigentlich die von Kindern heiß geliebten Fischstäbchen? Wir beantworten häufig gestellte Fragen.

Warum ist Fisch so gesund?

Fisch liefert biologisch hochwertiges Eiweiß, Vitamine (vor allem D, A und B-Vitamine), Mineralstoffe und Spurenelemente (insbesondere Kalium, Fluor, Selen). Meeresfisch ist zusätzlich ein wichtiger Jodlieferant. In unseren Breiten ist zwar Speisesalz mit Jod angereichert, doch damit lässt sich der Jodbedarf nur etwa zur Hälfte decken. Ein bis zwei Seefischmahlzeiten pro Woche sorgen für genügend Jod.

Wieso ist in vielen Abspeckprogrammen Fisch fixer Bestandteil des Speiseplans?

Egal ob aus dem Süßwasser oder dem Meer: Viele Fischarten enthalten wenig Fett. Zander, Hecht, Scholle oder Kabeljau (Dorsch) haben z.B. einen Fettgehalt von weniger als einem Prozent. Dementsprechend niedrig ist ihr Kaloriengehalt. Am anderen Ende der Skala finden sich die so genannten Fettfische: Hering, Tunfisch, Lachs, Makrele. Diese Fische haben einen Fettgehalt von über zehn bis hin zu zwanzig Prozent. Manche sogar noch mehr.

Fettfische sind also nicht unbedingt leichte Kost. Andererseits liefern sie einen besonders hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Letztere haben blutdruck- und blutfettsenkende Effekte und wirken positiv auf das Herz-Kreislauf-System. Fette Fische enthalten zudem mehr Vitamine als magere. Daher ist ihr Genuss durchaus in Maßen zu empfehlen.

Pochieren, dünsten, dämpfen

Wichtig ist, wie der Fisch zubereitet wird. Pochieren, Dünsten, Dämpfen, Grillen sind kalorienarme Zubereitungsarten. Dick panieren, in Fett schwimmend herausbacken, in reichlich Butter braten oder deftig gratinieren – das macht selbst aus mageren Fischen üppige Kalorienbomben.

Und was ist mit Schadstoffen, Stichwort „verschmutzte Gewässer“?

Verschmutzte Gewässer haben natürlich Auswirkungen auf darin lebende Tiere. Generell gilt: Fische aus Küstennähe sind stärker mit Schadstoffen belastet als Hochseefisch (macht bei uns den Großteil des Angebots aus), ältere Fische stärker als jüngere, fettreiche stärker als magere und Raubfische stärker als Friedfische.

Routineuntersuchung auf Schwermetalle

Bei uns wird Fisch routinemäßig auf Schwermetalle untersucht. Laut Österreichischem Ernährungsbericht wurde zuletzt bei Haifisch gelegentlich ein leicht erhöhter Quecksilbergehalt, bei Tintenfisch gelegentlich ein leicht erhöhter Kadmiumgehalt festgestellt.

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
Weiterlesen
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo