Fruchtjoghurt von NÖM

Schnapsidee

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Konsument 4/2010 veröffentlicht: 17.03.2010

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Die niederösterreichische Molkerei (NÖM) ist bekannt für köstliche Fruchtjoghurts. Vor allem Kunden mit Kindern greifen gern zu.

Nöm Fruchtjoghurt mit Jamaikarum (Foto: Vki)Beim Löffeln des NÖM MIX Früchtecocktails vergeht vielen jedoch der Appetit, denn das Joghurt schmeckt genau nach dem, was drin ist, nämlich Alkohol! Das steht auf der Verpackung auch drauf: sehr dezent am unteren Becherrand, gut versteckt im Kleingedruckten der Zutatenliste, etwas größer auf der Deckellasche. Doch genau die ist häufig abgerissen oder verknittert und damit nur schwer lesbar.

Kein Produkt für Kinder

Was hat Hochprozentiges in einem Produkt verloren, das auch Kinder lieben? Selbst wenn der Alkoholgehalt sehr gering ist, kann bei den Kids alleine durch den Geruch und den Geschmack eine Gewöhnung an Alkohol erfolgen, was ganz sicher unerwünscht ist. Aus unserer Leserpost wissen wir, dass der Rum in diesem Joghurt vielen Lesern seit Jahren stinkt.

Zutatenliste: Nöm Fruchtjoghurt mit Jamaikarum (Foto: Vki)

Was sagt NÖM?

Die Molkerei rechtfertigt sich damit, dass die verwendeten Mengen erstens erlaubt und zweitens praktisch bedeutungslos seien. Außerdem habe man schon einmal versucht, auf Rum zu verzichten – wegen mangelnder Akzeptanz bei den Kunden ohne Erfolg. Wir finden: Fruchtjoghurt gehört zu jenen Produkten, in denen man Alkohol nie vermuten würde. Steckt er trotzdem drin, ist das nur mit einer auffälligen Kennzeichnung akzeptabel. Übrigens: In unserer Rubrik „Lebensmittel- Check“ zeigen wir regelmäßig anhand konkreter Produkte, wie Konsumenten durch Werbebotschaften oder Verpackungsangaben getäuscht werden.

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Bild: VKI