Früchtetee

Ausschuss im Beutel

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Konsument 12/2010 veröffentlicht: 24.11.2010

Inhalt

  • 30 Früchtetees untersucht, 9 davon aromatisiert
  • Statt getrockneter Fruchtstücke werden Granulate eingesetzt
  • Auch Tees von bekannten Firmen konnten nicht überzeugen

Wenn draußen der Schnee fällt und drinnen im Ofen das Feuer knistert, tut eine Tasse Tee so richtig gut. Rund 50 Millionen Euro schwer ist der Teemarkt in Österreich. Das meiste Geld lässt sich bei uns mit Kräuter- und Früchtetees verdienen. Schwarztee sowie grüner Tee spielen dagegen eine untergeordnete Rolle. Und obwohl es inzwischen jede Menge trendige Spezialgeschäfte gibt, ist die häufigste Zubereitungsart von Tee hierzulande nach wie vor: einen Beutel in die Tasse hängen, heißes Wasser drüber, fertig. Dieser Siegeszug des Teebeutels ist eng mit dem Namen „Teekanne“ verknüpft. Gegründet 1882, wurde in diesem Unternehmen 1949 der Doppelkammerbeutel erfunden, den inzwischen auch die Konkurrenz flächendeckend einsetzt.

Heiße Ergebnisse

Im Winter, genauer: von Oktober bis Februar, brummt das Geschäft. Mit Früchtetee werden in Österreich 38 Prozent des Umsatzes am Teemarkt gemacht. Im Herbst des Vorjahres schenkte allerdings eine wissenschaftliche Untersuchung zur Qualität dieser Tees den Teeverkäufern kräftig ein. In den Packungen fanden die Experten nämlich auch Zutaten, die man sich nicht als Inhaltstoffe eines Früchtetees erwarten würde. Wie bei wissenschaftlichen Publikationen üblich, wurden in der Untersuchung keine Produktnamen genannt.

Am liebsten im Doppelkammerbeutel

Namen und Testurteile zu insgesamt 30 Früchtetees finden Sie dagegen in unserer Testtabelle. 21 nicht aromatisierte und 9 aromatisierte Produkte kauften wir für unseren Test ein. Fast die Hälfte davon stammt aus biologischer Erzeugung. Alle Tees sind in Beutel gefüllt. Nur Ja! Natürlich verzichtet auf den Doppelkammerbeutel und setzt stattdessen einen Einkammerbeutel ein. Der Großteil der Produkte ist einzeln kuvertiert. Wie viel Früchtetee jeder Österreicher trinkt, ist nicht genau bekannt.

Durstlöscher: besser ungesüßt

Es gibt nur Schätzungen, und die gehen von 300 Gramm pro Person und Jahr aus. Auch über die Marktaufteilung zwischen aromatisierten und nicht aromatisierten Tees existieren keine Daten. Sicher ist dagegen, dass für eine gesunde Ernährung ungesüßte bzw. schwach gesüßte Kräuter- und Früchtetees als Durstlöscher empfohlen werden, weil sie kaum Kalorien enthalten.

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Kommentare

  • Herkunft
    von REDAKTION am 30.11.2010 um 16:38
    Wir haben für diesen Test die Herkunft der Rohstoffe nicht erhoben. Es findet sich auch auf der Verpackung der von uns untersuchten Charge kein Hinweis auf die Herkunft. Für Bio-Produkte gelten seit 1. Juli 2010 allerdings neue Kennzeichnungsbestimmungen, die die Hersteller zur Angabe der geographischen Herkunft verpflichten. Und das bedeuten die einzelnen Bezeichnungen: „EU-Landwirtschaft“: Die landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe (mind. 98 %) werden in der EU erzeugt. „Nicht-EU-Landwirtschaft“: Die landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe werden in Drittländern (Nicht-EU) hergestellt. .„EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft“: Die landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe werden in der EU und in Drittländern erzeugt. „Österreichische Landwirtschaft“: Die landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe (mind. 98 %) stammen aus Österreich. Diese Bezeichnung ist analog auch für andere Länder möglich. Es gibt jedoch Übergangsbestimmungen. So darf z.B. altes Verpackungsmaterial aufgebraucht werden. Nach der Umstellung auf neues Verpackungsmaterial muss dann entsprechend gekennzeichnet werden. Ihr Konsument-Redaktionsteam
  • Herkunft
    von oxalis960 am 30.11.2010 um 11:39
    Kannetwas über die Herkunft der Inhaltsstoffe von Bio Primo Tee gesagt werden?
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