Granatapfelsaft: Obsthof Retter und Rauch

Saftige Mischung

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Konsument 10/2008 veröffentlicht: 18.09.2008, aktualisiert: 18.09.2012

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Nicht in jeder Packung, auf der Granatapfel steht, ist 100 Prozent Granatapfelsaft drin.

Reiner Saft ist teuer

Der exotische Granatapfelsaft wird auch hierzulande immer beliebter. Aber der reine Saft kommt teuer, weil dafür nur die Kerne des Granatapfels verwertet werden. So mischen Getränkehersteller mit andere Fruchtsäften oder geben Wasser dazu.

Im Kleingedruckten: 62% Apfelsaft

Ärgerlich ist, dass Konsumenten dies nur bei genauem Studium des Packungsaufdrucks erfahren. Obsthof Retter  nennt sein Produkt „GRANAT APFEL“. Das Getränk besteht jedoch zum Großteil (62 %) aus Apfelsaft. Das liest man aber erst im Kleingedruckten, auch bei der Abbildung auf der Packung  Obsthof Retter: ziemlich viel Apfel im Granatapfelsaft; Rauch ziemlich klein das Kleingedruckte (Bilder: VKI) (Foto links) bleibt der Apfel verschämt im Hintergrund.

Die Firma verweist darauf, dass „der mündige Konsument einfache, klare Botschaften erwartet“ und dass der Saft ein Naturprodukt ohne Zusatzstoffe wie Zucker, Konservierungsmittel oder Farbstoffe ist. Immerhin handelt es sich um 100-prozentigen Fruchtsaft, was bei „Happy Day Granatapfel“ von Rauch nicht der Fall ist.

Viel Wasser bei "Happy Day"

Hier beträgt der Fruchtsaftanteil nur 30 Prozent, der Rest entfällt auf Wasser und Zucker (fast 10 Prozent). Die korrekte Inhaltsangabe ist nur mit der Lupe lesbar. Die Firma Rauch entschuldigt dies damit, dass man sich eine "beachtliche internationale Stellung erarbeitet habe und dieser Internationalisierung durch Multisprach-Deklarationen Rechnung tragen müsse“.

Anmerkung der Redaktion:
Lesen Sie auch die Firmenstellungnahme auf Seite 2.

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Bild: VKI