Grüner Veltliner

Ein guter Tropfen

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Konsument 7/2010 veröffentlicht: 24.06.2010

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  • 28 Grüne Veltliner von 2009 im Test
  • Top-Winzer inzwischen auch im Supermarkt
  • Qualitätswein hält fast immer, was er verspricht

Kaum zu glauben, aber nicht nur die Österreicher, auch die Amerikaner lieben den Grünen Veltliner. In der einflussreichen New York Times berichtete vor Kurzem der Weinkritiker Eric Asimov, dass der in den USA salopp "Grooner" oder "Groovy" genannte Weißwein vor allem bei den jungen Sommeliers aus Übersee inzwischen einen ausgezeichneten Namen hat.

Im klassischen Weißweinland Österreich ist der Grüne Veltliner dagegen seit vielen Jahren unangefochten die Nummer eins. Seine Trauben wachsen auf etwa einem Drittel der heimischen Weingartenflächen, vorwiegend in Niederösterreich, aber auch im Burgenland. Neben dem Blauen Zweigelt stellt er als sogenannte autochthone Rebsorte eine besondere österreichische Spezialität dar.

Weiß schlägt Rot

Rund 18 Liter Weißwein werden pro Kopf und Jahr bei uns getrunken. Der Verbrauch von Rotwein liegt dagegen bei etwa 11 Litern. Apropos Rot: Sehr zur Erleich­terung vieler Winzer ist der erstaunliche Rotweinboom der vergangenen Jahre inzwischen zum Stillstand gekommen; die Kunden kaufen wieder vermehrt Weißwein. Und davon gibt es mehr als genug zu trinken. Das Jahr 2008 lieferte so ungewöhnlich hohe Erträge, dass in den Kellern derzeit 1,7 Mio. Hektoliter Weißwein liegen.

Übervolle Lager

Die übervollen Lager machten es für die Weinproduzenten einigermaßen verkraftbar, dass im Vorjahr die Erntemengen gebietsabhängig massiv einbrachen. Die ­ungünstigen Witterungsbedingungen während der Weinblüte führten zu einem sehr lockeren Traubenansatz bei den Reben. ­Dazu kamen in den Sommermonaten ­ex­treme Unwetter. Besonders schlimm erwischte es die Steiermark und Wien. In der Bundeshauptstadt genügte ein einziger ­Hagelsturm, um 20 Prozent der Ernte auf ­einen Schlag zu vernichten. Ein schöner Spätsommer sorgte dann zumindest beim verbliebenen Rest für qualitativ hochwer­tige Trauben und entsprechend gute Weine.

Weinviertel DAC-Aromaprofil

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Kommentare

  • AW: GrüVe/ Weingut Bannert
    von REDAKTION am 18.08.2010 um 15:45

    Bei der Kennzeichnung wurde bemangelt, dass die Auszeichnung "Ried Satz" im Rahmen des Staatl. Prüf-Nr.-Verfahrens nicht beantragt worden ist. "Aroma etwas Muskateller dazu verschnitten?" wurde bei der Expertenverkostung von einem einzelnen Verkoster angemerkt dem Geschmacksbild eines DAC Veltliner wird trotzdem entsprochen.

    Ihr Konsument-Team 

  • GrüVe/ Weingut Bannert
    von kalinarobert am 07.08.2010 um 23:10
    -Welcher Mangel besteht bei der Kennzeichnung des Bannert Veltliners( und damit der Zurückreihung )? -Sehr irritierend die Fußnote bzgl. des Muskatelleraromas und damit Andeutung eines Verschnittes, darf das noch ein DAC-Veltliner sein oder ist das eine Einzelmeinung eines Testers? Robert K.
  • Steirischer GrüVe?
    von rmueller am 03.07.2010 um 19:36
    Als Steirer behaupte ich, dass nur u n s e r Welschriesling der e c h t e ist, genau so überzeugt bin ich, dass der echte Grüne Veltliner nur aus NÖ kommen kann und so soll es auch bleiben! Robert
  • Warum Veltliner ohne Steirer?
    von REDAKTION am 28.06.2010 um 13:14
    Grüner Veltliner bzw. Weißgipfler aus der Steiermark hat in den Supermärkten leider nicht die Bedeutung wie andere Regionen. Diese Sorte wurde 2008 (Quelle: www.weinausoesterreich.at) in der Steiermark gerade einmal auf 3 ha angebaut. Im Vergleich dazu wächst Grüner Veltliner in Niederösterreich auf 14.861 ha, im Burgenland auf 2.340 ha und in Wien immerhin noch auf 206 ha. Aus den genannten Gründen haben wir daher Grünen Veltliner aus der Steiermark aus unserem Testfeld ausgeschieden.
  • Veltliner - ohne Steirer !
    von rugam am 24.06.2010 um 15:20
    Grüner Veltliner Synonyme: Weißgipfler Ich weiß, dass die Zentren des Grünen Veltliner im Weinviertel, Kamptal, Kremstal, Donauland, Wachau sind. Trotzdem hätte bei 25 Weinen einer aus der Steiermark (z.B. POLZ) mitgetestet werden müssen.
Bild: VKI