Handschuhe im Lebensmittelverkauf

Kein Hygienevorteil

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Konsument 9/2009 veröffentlicht: 19.08.2009

Inhalt

Selten hygienischer 

Das Tragen von Einmalhandschuhen in den Feinkostabteilungen der Supermärkte ist laut übereinstimmenden Untersuchungen in Deutschland nicht hygienischer als das Arbeiten mit bloßen Händen. Die Verwendung von Handschuhen ist nur dann hygienischer, wenn sie nach jedem Bedienvorgang gewechselt werden. Bereits nach fünf Minuten sind auch die Handschuhflächen stark mit Keimen verunreinigt.

Hautprobleme möglich

Doch der größte „Umschlagplatz“ für Bakterien sind nicht die Hände, sondern die Schneidbretter – dort wurde die höchste Keimzahl festgestellt. Auf der anderen Seite haben Arbeitskräfte, die ständig Handschuhe tragen, dreimal so häufig mit Hautproblemen (bis hin zu Ekzemen) zu kämpfen wie ihre Kollegen, die das nur gelegentlich oder nie tun. Arbeitsmediziner drängen daher darauf, auf die Verwendung von Handschuhen in der Feinkostabteilung zu verzichten. Die Hygienestandards könnten durch die Benutzung von Gabeln und Folien vermutlich sogar besser erfüllt werden.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo