Holunder

Herrlicher Holler

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Konsument 9/2000 veröffentlicht: 01.09.2000

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Vom fein-aromatischen Sirup bis zur dunkelkräftigen Suppe: Aus Holunder lassen sich viele Köstlichkeiten zaubern.

Seine schwarzen Früchte begleiten den Menschen seit Jahrtausenden. Nicht nur als Nahrungs-, auch als Arzneimittel sind Teile des mächtigen Strauches seit langem bekannt: Der Saft der gekochten Rinde gilt als schweißtreibend und abführend, der Blättertee als harntreibend, der Blütentee als fiebersenkend und der Wurzelsaft wurde in der Volksmedizin gegen Wassersucht verabreicht. Doch der Holunderbusch (Sambucus nigra, auch Holler- oder Holderbusch genannt) kann mehr: So lassen sich aus seinen hohlen Ästen nicht nur kleine, bei Kindern beliebte „Schussröhrchen“ basteln, sondern auch mit Bogensehnen betriebene Bohrer, wie sie einst von den Bewohnern steinzeitlicher Pfahlbauten entwickelt und benutzt wurden. Den alten Germanen galt der Holder als Sitz eines wohlgesonnenen Hausgeistes, und in zahlreichen anderen Gegenden Europas, Kleinasiens und Westsibiriens werden ihm in unterschiedlichen Sagen, Legenden und Märchen vielerlei Wunderwirkungen zugeschrieben.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo