Hygiene von Salatbars

Roulette mit dem Salatbesteck

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Konsument 8/1999 veröffentlicht: 01.08.1999

Inhalt

  • Fast alle mit Hygienemängeln
  • Eine Probe gesundheitsschädlich

Salatbars, wie es sie bereits in den meisten großen Supermärkten gibt, locken mit überwiegend leichter Kost: Blattsalate, rote Rüben, Bohnen, Mais, Karotten, Tomaten, Rettich, Gurken, Karfiol und noch anderes Gemüse mehr, gewaschen und essfertig geschnitten, manche bereits mit Dressings abgemischt, andere roh, dazu bereitgestellt verschiedene Marinaden zur Auswahl. Hungrige, denen der Sinn nach Vitaminen steht, brauchen nur zugreifen und können an Ort und Stelle ihren Lieblingssalat fix und fertig zusammen mischen.
Nach unsererem Test „Hygiene von Feinkostsalaten“ (siehe „Konsument“ 7/99) prüften wir diesmal Lagertemperaturen und Hygienestatus der an den Salatbars angebotenen Produkte.
Unsere Testeinkäufer waren in Wiener Supermärkten unterwegs und füllten die bei den Bars bereitgestellten Kunststoffbecher mit einer Mischung aus den jeweils vorhandenen Salaten. Abgerundet wurde mit Joghurt-Mayonnaise-Dressing. Zwischen 500 und 1000 Milliliter passen in einen Becher, pro Packung zahlten wir 28 bis 38 Schilling.
Sofort nach dem Kauf maßen wir mit einem Stichthermometer die Temperatur der Salate. Knappe 12 Grad Celsius stellten wir bei der „kühlsten“ Probe fest, etwas mehr als 14 Grad Celsius registrierten wir bei der „wärmsten“. Wir meinen, dass sämtliche Testsalate zu wenig gekühlt zum Verkauf angeboten werden. Etwaige vorhandene Keime können sich unter diesen Bedingungen rascher vermehren.

Bild: VKI