Joghurt

Selbst gemacht

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Konsument 7/2004 veröffentlicht: 17.06.2004, aktualisiert: 07.07.2004

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Weil es kein Naturjogurt in Pfandgläsern mehr gibt, mache ich Jogurt selbst. Mit H-Milch, die ich mit Ferment behandle, klappt das ganz gut. Allerdings wurde mir kürzlich gesagt, dass H-Milch „tot“ und damit wertlos sei. Ist da was dran?

Auch in der Molkerei wird die Milch vor der Verarbeitung zu Jogurt pasteurisiert. Dazu wird sie mit Mikroorganismen beimpft und bei bestimmten Temperaturen zum Gerinnen gebracht. Bei diesem Prozess wird ein Teil des Milchzuckers in Milchsäure umgewandelt, und der Eiweißstoff Kasein fällt aus. Dadurch wird die Milch sauer und dick. Die Lactobacillen, Streptococcen und Bifidobakterien sind die gleichen, die auch im Jogurtferment enthalten sind, das Sie verwenden.

Haltbarmilch nicht minderwertig

H-Milch ist gegenüber pasteurisierter Milch nicht minderwertig. Durch das Erhitzen verändert sich die Konzentration der meisten B-Vitamine, der fettlöslichen Vitamine und auch die des Calciums in der Milch nicht, nur der Gehalt der sehr hitzeempfindlichen Vitamine B12 und Folsäure nimmt geringfügig ab. Und die Milch schmeckt „gekocht“. Der geringe Vitaminverlust spielt kaum eine Rolle. Es spricht also nichts gegen H-Milch bei der Jogurtherstellung.

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