Kindergetränke & Co: Zuckergehalt

Zucker und Farbstoffe

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Konsument 12/2007 veröffentlicht: 20.11.2007

Inhalt

Kindergetränke wurden stichprobenartig auf Zuckergehalt untersucht.

Als Durstlöscher ungeeignet

Alarm beim Zuckergehalt! Das ist das Fazit einer stichprobenartigen Untersuchung von Kindergetränken, die wir für unsere Online-Ausgabe durchgeführt haben. Als Durstlöscher sind solche Getränke nicht empfehlenswert. Besser: Früchtetee oder mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte.

Bei mehr als zwei Drittel der Produkte stecken fünf bis acht Stück Würfelzucker in 200 bis 330 ml. Vier- bis Siebenjährige sollte jedoch höchstens neun Stück Würfelzucker pro Tag zu sich nehmen. Zurückhaltung bei zusätzlichen Naschereien ist also angesagt.

Auch künstliche Süßstoffe gefunden

In einigen Produkten haben wir künstliche Süßstoffe gefunden. Die können für Kinder problematisch sein. Bei zusätzlichem Verzehr von Light-Süßigkeiten könnte es zu einer Überdosierung kommen. Der Verzicht auf Light-Getränke ist daher eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme.

10 der 15 untersuchten Getränke sind mit Vitaminen angereichert (vor allem B und C). Nur: Das macht die Getränke auch nicht gesünder, zumal die meisten Anreicherungen nicht wirklich sinnvoll sind.

Kindersüßigkeiten ebenfalls untersucht

Ebenfalls auf unserem Einkaufszettel standen 119 Kindersüßigkeiten. Dabei haben wir gezielt nach Naschereien mit dem Konservierungsmittel E 211 und mit bestimmten Farbstoffen gesucht: E 102, 104,110,122,124 und 129. Neben anderen Zusatzstoffen waren im Schnitt zwei davon in den Naschereien: am häufigsten E 104, gefolgt von E 129 und 124. Das Konservierungsmittel E 211 enthielten die Süßigkeiten nicht. Bei den untersuchten Kindergetränken haben sich die Hersteller mit Farbstoffen zurückgehalten. Nur bei Almdudler still (E 211) und Trinkbärli (E 122) wurden wir fündig.

Empfehlung der FSA

Die britische Food Standards Agency (FSA) empfiehlt Eltern von hyperaktiven Sprösslingen, solche Produkte vorsichtshalber vom Speiseplan zu streichen. Auch alle anderen sind gut beraten, zu hinterfragen, ob es nicht ohne künstliche Farbstoffe geht.

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