Kommentar: Uran in Babywässern

Klar statt verwässert

Seite 1 von 1

Konsument 4/2007 veröffentlicht: 26.03.2007, aktualisiert: 27.03.2007

Inhalt

Unsere Nachbarn haben es sich nicht leicht gemacht. Lange wurde gerechnet, abgewogen und nochmals überprüft. Dann stand für die deutschen Wissenschaftler fest: 2 Mikrogramm Uran pro Liter Mineralwasser sind für Säuglinge genug.

Aus dem deutschen Markt 

Konsument-Redakteurin Dr. Elisabeth Spanlang zu Uran in Babywasser (Foto: Wilke)

"Konsument"-
Redakteurin
Dr. Elisabeth
Spanlang zu
Uran in Baby-
Wässern
(Foto: Wilke)

Seitdem tobt der Sturm im Mineralwasser-Glas, denn mit dieser Entscheidung sind die großen österreichischen Abfüller, wie unser Test zeigt, aus dem wichtigen deutschen Markt für Babywässer draußen. Das tut den Verkaufsbilanzen weh und bei der Vorstellung, dass andere Länder dem deutschen Beispiel folgen könnten, wird der Branche der Mund erst richtig trocken.

Eltern brauchen Orientierung

Bei allem Verständnis für die Sorgen über sinkende Umsatzzahlen: Kinder, und erst recht Säuglinge, haben das Recht auf größtmöglichen Schutz. Eltern, die vorsorgen wollen, brauchen eine klare Orientierung. In Deutschland ist die Diskussion, wie viel Uran ein 3,5-Kilogramm-Winzling verträgt, mit dem Beschluss eines – zugegeben sehr vorsichtig angesetzten – Grenzwertes vom Tisch. In Österreich dagegen ist sie noch nicht einmal eröffnet.

Nase im Fasanen-A ...

Er sei dagegen, sagte der englische Prinzgemahl einmal in seiner bekannt zurückhaltenden Art, „dass die EU ihre Nase in jeden Fasanenarsch steckt“. Keine Ahnung, wie intensiv sich die EU für das englische Jagdwesen interessiert. In Mineralwässer, und besonders in solche für Babys, sollte sie ihre Nase aber schleunigst stecken. Und nicht nur sie, sondern auch die österreichischen Gesundheitsinstitutionen.

Inhalt

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
1 Stimme
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo