Kürbiskernöl

Der Herkunft auf der Spur

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KONSUMENT 9/2014 veröffentlicht: 28.08.2014

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Hochwertiges Kernöl aus der Steiermark oder doch nur ein Billigöl aus China? Diese Frage beschäftigte uns schon vor zwei Jahren im Test: Kürbiskernöl 6/2012. Das Grazer Joanneum hat nun bessere Analysen.

Bei unserem Kürbiskernöl-Test 2012 stammten nur 13 von 30 untersuchten Ölen mit Sicherheit aus Österreich.

Neues Verfahren soll Herkunft der Kerne nachweisen

Wissenschaftler der steirischen Forschungsgesellschaft Joanneum Research (JR) haben nun ein Verfahren entwickelt, das die Herkunft der gepressten Kürbiskerne verlässlich nachweisen soll. Dazu werden drei Analysemethoden kombiniert:

  • die Bestimmung der isotopischen Signaturen der Elemente Wasserstoff und Kohlenstoff aus den Kürbiskernölen
  • der Fingerabdruck der Seltenen Erdelemente (SEE) in Öl- und Bodenproben des Anbaugebiets sowie
  • eine Kernspinresonanzspektroskopie.

Dadurch soll eine Trefferquote von knapp 95 Prozent erreicht werden.

Teure Analyse, deshalb nur Stichproben

Etwas weniger aufwendig und damit billiger, aber nicht ganz so zuverlässig ist die Untersuchung mittels Isotopenanalytik und Kernspinresonanzspektroskopie, die 200 bis 300 Euro pro Analyse kostet. Wegen des hohen Preises werden in Zukunft nur Stichprobenkontrollen möglich sein. Die schwarzen Schafe unter den Kernölproduzenten sollten sich trotzdem schon einmal warm anziehen.

Lesen Sie mehr: Joanneum: Woher kommt das Kernöl wirklich?

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Bild: VKI