Kürbiskernöl: Kommentar

Schluß mit Tarnen und Täuschen

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Konsument 6/2009 veröffentlicht: 19.06.2009

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Wo Kürbiskernöl draufsteht, ist Steiermark drin. Falsch! Der Großteil des im Lebensmittelhandel verkauften Kernöls stammt aus China, sagen Insider. Auf den Flaschenetiketten der Öle steht davon natürlich nichts. Ein Kommentar von "Konsument"-Redakteurin Elisabeth Spanlang.

Bei 16 von 26 eingekauften Produkten fanden wir zum Thema Herkunft der Rohware keine harten Fakten, sondern

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nur blumige Formulierungen und romantische Bildchen. Eindeutige Absicht: dem Käufer vorgaukeln, dass das Öl seiner Wahl aus Österreich kommt. Ergebnis: So gut wie alle Konsumenten fallen auf diesen geschickten Werbeschmäh hinein. Für gehörigen Ärger sorgt das vor allem bei jenen Ölmüllern, die heimische Qualität in ihre Flaschen füllen. Und sich von den Kunden fragen lassen müssen, warum denn ihr Öl im Vergleich zur Konkurrenz teurer ist.

Herkunft angeben

Dass unser Schnittlauch häufig aus Indien kommt und der Knoblauch aus dem Fernen Osten, wissen wir, weil’s auf der Verpackung stehen muss. Warum gilt diese Pflicht nicht auch fürs Kernöl? Her mit einer eindeutigen Kennzeichnung, die klar sagt, woher die Rohware stammt. Dann können die Verbraucher entscheiden, ob sie sich Öl aus chinesischen Kürbiskernen über den Salat träufeln wollen. Oder auf den Diskontpreis lieber noch etwas drauflegen und dafür ein garantiert österreichisches Produkt bekommen.

Lesen Sie auch unseren [Olivenöl-Test 2/2008].

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Bild: VKI