Lachsproduktion

Nicht nachhaltig genug

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KONSUMENT 2/2013 veröffentlicht: 24.01.2013

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Die anhaltende Kritik an der Fischerei-Industrie führte zwar dazu, dass viele Produzenten begonnen haben, sich mit Tier- und Umweltschutz zu beschäftigen. Meist begnügen sie sich mit halbherzigen Maßnahmen.

So könnte eine Untersuchung der Produktionsbedingungen bei Zucht- und Wildlachsprodukten (tiefgekühlt oder frisch) zusammengefasst werden, den die Stiftung Warentest in Deutschland durchgeführt hat. Lediglich ein Anbieter konnte als engagiert bezeichnet werden – es ist die nur in Deutschland aktive Firma Deutsche See.

Selten vor Ort kontrolliert

Bei 15 der 25 Lachsfilets wurden die Produktionsbedingungen mit „durchschnittlich“ bewertet, beim Rest war nicht einmal das möglich. Immer noch werden die Tiere ohne ausreichende Betäubung getötet. Ein Kiemenschnitt, wie beispielsweise bei Lidl und Rewe beobachtet, bedeutet: Es vergehen bis zu fünf Minuten, ehe der Fisch das Bewusstsein verliert.

Viele Anbieter, allen voran die Handelsketten, so das Resümee, verlassen sich zu sehr auf ihre Lieferanten. Sie haben zwar eigene Leitlinien für nachhaltigen Fischeinkauf, Vor-Ort-Kontrollen sind jedoch selten. Besonders schlecht fallen die Urteile für Wildlachs aus, obwohl alle Filets das MSCLogo tragen. Es scheint, dass sich viele Produzenten mit so einem Gütesiegel ein Stück Nachhaltigkeit erkaufen und sich damit zufriedengeben.

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Bild: VKI