Landhof Feine Extra ohne Fleisch

Mit Karmin gefärbt

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KONSUMENT 10/2013 veröffentlicht: 22.08.2013

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  Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: ein als vegetarisch bezeichneter Aufschnitt, bei dem ein Zusatzstoff tierischen Ursprungs für Farbe sorgt.

Das steht drauf: Landhof Feine Extra ohne Fleisch

Gekauft bei: in vielen Geschäften erhältlich

Das ist das Problem

Eine Packung Feine Extra ohne Fleisch von Landhof. "Vegetarischer Aufschnitt auf Basis von Milch- und Pflanzen-Eiweiß", und "Wurstaufschnitt ohne Fleisch: Als Alternative zu konventionellen Wurstwaren" heißt es auf der Packung.

Schildläuse zum Färben verwendet

Doch wer die Zutatenliste liest, erfährt, dass das Produkt auch den Farbstoff Karmin enthält. Echtes Karmin (E 120), auch Cochenille genannt, wird aus den befruchteten, getrockneten Weibchen der Scharlach-Schildlaus gewonnen, die auf einer bestimmten Kaktusart vor allem in Mexiko und Peru leben. Karmin färbt Lebensmittel zart bis leuchtend rot und ist sehr beständig gegen Licht, Hitze und Fruchtsäuren.

Rezeptur soll geändert werden

Dass ausgerechnet ein deklariert vegetarisches Produkt tierische Bestandteile enthält, ist ärgerlich. Für Konsumenten heißt das außerdem, dass sie sich gut informieren müssen, um die Zutatenlisten richtig zu verstehen. Denn vor allem Zusatzstoffe können aus tierischem Rohmaterial erzeugt werden.

Die Auslobung "vegetarisch" garantiert also noch lange nicht, dass ein Produkt ohne tierische Zutaten wie z.B. Schildläuse auskommt. Auch wenn sie nur zum Färben und damit der Optik wegen eingesetzt werden. Hersteller Landhof hat übrigens angekündigt, die Rezeptur der Feinen Extra ohne Fleisch zu verbessern. Wir sind gespannt.

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Kommentare

  • Na ihr habt Probleme *kopfschüttel*
    von Hermelinchen am 03.09.2014 um 20:17
    E120 würde mir weniger Kopf zerbrechen, viel schlimmer finde ich E621=Mononatriumglutamat Die Risiken Glutamat zählt zu den umstrittensten Zusatzstoffen. Während die Befürworter von der völligen Harmlosigkeit des Stoffes selbst in großen Mengen überzeugt sind, sehen andere Wissenschaftler schwerwiegende Risiken, vor allem für das Gehirn, wo Glutamat zu den wichtigsten Botenstoffen zählt. Besonders umstritten ist die Rolle von Glutamat bei der Entstehung des Übergewichts und den damit oft einhergehenden Erkrankungen wie der Zuckerkrankheit Diabetes.
Bild: VKI