Lebensmittel-Check

Tarnen und täuschen

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KONSUMENT 2/2015 veröffentlicht: 28.01.2015, aktualisiert: 26.03.2015

Inhalt

Was auf einer Packung draufsteht, sollte auch drin sein, finden wir. Nach über 400 Lebensmittel-Checks ziehen wir Bilanz: welche Produkte uns am unangenehmsten aufgefallen sind und was Konsumenten am meisten ärgert.

Manchmal muss man der Lebensmittelindustrie direkt dankbar sein. Zum Beispiel für die Erfindung eines sogenannten Pizzakäses. Der hatte in Wahrheit mit Käse nichts zu tun. Statt aus Milch wurde er nämlich aus Pflanzenfett hergestellt. Seit der Aufregung um diesen Kunstkäse gehört die genaue Lektüre der Zutatenliste für viele Konsumenten beim Einkauf von Lebensmitteln zum Pflichtprogramm.

Zwei Mal wöchentlich ein neuer Lebensmittel-Check

Für noch mehr Durchblick sorgt unsere Rubrik Lebensmittel-Check. Monat für Monat finden Sie im KONSUMENT-Print-Heft auf Seite 9 einen Beitrag über ein Produkt, bei dem Verpackung und Inhalt nicht zusammenpassen. Parallel dazu veröffentlichen wir hier auf www.konsument.at bzw. auf www-lebensmittel-check.at zweimal wöchentlich, welche Lebensmittel aktuell besonders "auffällig" sind. Möglich ist das durch eine Kooperation mit dem Gesundheitsministerium und dem Ministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz.

Die Themen gehen nicht aus

Unsere vielen Leserinnen und Leser sorgen dafür, dass uns die Themen nicht ausgehen. Immer wieder erreichen uns aus dem Abonnenten- und Leserkreis Hinweise zu Lebensmitteln, von denen sich Verbraucher in die Irre geführt sehen. An dieser Stelle daher ein großes Dankeschön an alle, die uns durch ihre Mithilfe unterstützen!

Melden über ein Onlineformular

Die meisten Meldungen kommen inzwischen über ein eigenes Onlineformular zu uns, das beim Aufrufen des Lebensmittel-Checks im Internet angeklickt werden kann. Aber auch in unserer Leserpost finden sich immer wieder Beschreibungen und Fotos von fragwürdigen Produkten.

Ihnen ist ein Produkt aufgefallen, das nicht hält, was es auf der Verpackung groß verspricht?

Bitte informieren Sie uns darüber!

Danke für Ihre Unterstützung!


Geprüft und bewertet

Jeder Hinweis, der bei uns einlangt, wird statistisch erfasst und von unserer Fachabteilung bewertet. Trifft die Kritik zu? Gibt es das Produkt noch am Markt? Wenn ja, gehen unsere Experten einkaufen und überprüfen den Sachverhalt. Ist die interne Prüfung abgeschlossen, bekommen die Hersteller Gelegenheit zu einer Stellungnahme. Anschließend wird das Thema redaktionell aufbereitet. Liegen alle Bausteine vor, geht der Lebensmittel-Check online. Ausgewählte Checks erscheinen in gekürzter Form auch im KONSUMENT-Print-Heft.

Reaktionen der Firmen

Immer wieder spannend sind die Reaktionen der betroffenen Firmen. Kommt eine Stellungnahme oder kommt keine? Wie wird argumentiert? In diese Texte greifen wir nicht ein, grobe Rechtschreib-, Satz- und Beistrichfehler ausgenommen. Wir kürzen auch nicht, sondern veröffentlichen Stellungnahmen in voller Länge. Kommt keine Rückmeldung, vermerken wir das natürlich ebenfalls. Oder tragen eine Antwort nach, egal wie lange sie auf sich warten lässt.

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Wertung: 4 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Vielen Dank für Ihre Arbeit!
    von 7112910 am 17.02.2015 um 10:07
    Ohne den Gegendruck bzw. die Kritik von solchen "Lebensmittelprüfern" wie Ihnen würde die Industrie wohl noch viel mehr tricksen. Ich bin froh, dass es die "Zitronen-Artikel" gibt. Auch werden Konsumenten angeregt, darüber nachzudenken, was sie da einkaufen. Das ist auch der Grund, warum ich nicht jede Zitrone lese. Denn manche "Lebensmittel"-Veränderungen regen mich nicht mehr auf. Wenn zum Beispiel Schokolade oder süße Riegel (Twix etc.) teurer werden, juckt mich das wenig. Das sollten immer Randerscheinungen der Ernährung sein - und da ist weniger sogar gesünder! Und dass fast alles teurer wird, ist keine Neuheit. Schlimm finde ich, dass ich trotz großem Interesse regelmäßig an Zutatenlisten scheitere, weil die Inhaltsstoffe Bezeichnungen enthält, die ich nicht kenne / verstehe. Meine Lösung: für den Hauptspeiseplan kaufe ich möglichst nur unverarbeitete Lebensmittel, also frisch. Es ist ohnehin gesünder. Auch da ist der Lebensmittelhandel - und wiederum Sie als Qualitätsprüfer - gefragt. Vielen Dank!
  • Tips sinnlos?
    von Freytagb am 05.02.2015 um 18:40
    Nein, ich gebe Ihnen nicht recht. Die Konsumenten haben es in der Hand ein Produkt zu kaufen oder nicht und es wird an der Kassa "abgestimmt".
  • Tipps teilweise sinnlos
    von eNTi am 31.01.2015 um 13:54
    es ist zwar nett, dass sie einkaufstipps geben, aber sein wir doch mal ehrlich. wer kann bitte etwas mit gramm-angaben anfangen? wer merkt sich vor allem, wieviel ein produkt vorher gewogen hat? das müsste man sich bei jedem produkt aufschreiben. ohne "hilfe" geht das höchstens, wenn man jahrelang das gleiche produkt kauft. dann fällt s einem vielleicht auf... und dazu kommt, dass man sehr schwer etwas dagegen tun kann? leserbrief an die firma schreiben? produkt nicht mehr kaufen? welche alternativen hat man den wirklich? viele leere floskeln, die leider stark an der realität vorbei gehen. die gesamte industrie ist krank... vom geld. die wirtschaft ist krank... vom geld. da kann man das einkaufen gleich sein lassen. ich jedenfalls fühle mich komplett überfordert und überrumpelt. man muss ja jeden hersteller als kriminiell ansehen. so lange es keine ernsthaften strafen gibt, wird das alles noch viel schlimmer.
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