Lebensmittel: Light-Produkte

Kein Freibrief fürs Schlemmen

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Konsument 4/2002 veröffentlicht: 01.04.2002

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Hinter „Light“ kann vieles stecken. Um das wirklich herauszufinden, werden Sie eine Lupe benötigen.

Wenn die Badesaison beginnt, schauen viele wieder auf ihre Figur. Dem kritischen Blick in den Spiegel folgt der Entschluss: Weg mit den überflüssigen Kilos! Da greifen viele verstärkt zu „Light“-Produkten, werden diese doch oft mit „kalorienreduziert“ gleichgesetzt. Doch wie weit sind diese Produkte dafür wirklich tauglich?

Light ist nicht gleich light

Vorweg: Für „Light“-Produkte gibt es keine europaweit gültigen Definitionen und Richtlinien. Der österreichische Lebensmittelcodex enthält Vorschriften für einzelne Produktgruppen (siehe Produktfotos). Diese gelten jedoch nur für österreichische Erzeugnisse, nicht für Importwaren.
„Light“ kann etwa bedeuten, dass ein Lebensmittel weniger Zucker enthält oder weniger Fett, weniger Kalorien, weniger Alkohol, dass es kohlensäure- oder koffeinarm ist. Aber es kann auch bloß heißen, dass der Hersteller sein Erzeugnis als besonders bekömmlich anpreisen möchte oder dass das Produkt besonders locker und luftig ist.

Ein „Light“-Bier mag vielleicht weniger Alkohol haben, muss jedoch deswegen nicht weniger Kalorien enthalten. Und beim „Light“-Kaffee schreibt der Codex zwar vor, dass dieser zur Hälfte aus koffeinfreiem Kaffe bestehen muss, das Kaloriensparen, sprich der sparsame Einsatz von Zucker, bleibt einem aber schon selber überlassen.

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Bild: VKI