Lebensmittel-Zusatzstoffe

Liste des St.Anna-Kinderspitals

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Konsument 12/2001 veröffentlicht: 01.12.2001

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Meine Tochter hat eine Liste des St. Anna Kinderspitals bekommen, in der vor schädlichen Zusatzstoffen in der Nahrung gewarnt wird. Was halten Sie davon?

Diese Liste ist eine Fälschung, die leider schon seit Jahren kursiert. Viele Konsumentinnen und Konsumenten wurden dadurch verunsichert. Das St. Anna Kinderspital hat sich nachdrücklich von der vermeintlichen Urheberschaft distanziert, auch amtliche Stellen haben schon davor gewarnt. Angeblich sollen die letzten drei Ziffern des EAN-Codes für vermeintlich schädliche Zusatzstoffe stehen. Dieser Code besteht aus einem Länderkennzeichen, einer Lieferantennummer, einer Artikelnummer und einer Prüfziffer, er sagt für den Verbraucher nichts über Herkunft oder Eigenschaften eines Produkts aus und hat mit der Lebensmittelkennzeichnung oder sonstigen Warenkennzeichnungen überhaupt nichts zu tun. Zahlreiche Nummern in dieser Liste stehen für gar keinen Lebensmittelzusatzstoff, andere wiederum für unschädliche, zugelassene Zusatzstoffe. Es ist auch unlogisch, dass ausgerechnet die letzten drei Ziffern irgendeines Codes für einen Lebensmittelzusatzstoff stehen sollten. Schließlich können Lebensmittel ja mehrere Zusatzstoffe enthalten. Sollte Ihnen wieder eine derartige Liste in die Hände fallen: ab ins Altpapier damit!

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Bild: VKI