Lebensmittelimitate

Originell statt original

Seite 1 von 4

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 10/2009 veröffentlicht: 16.09.2009

Inhalt

Analogkäse und Wasserschinken sind seit einiger Zeit in aller Munde. Selbst wenn diese – unter Einhaltung hygienischer Standards – nicht gesundheitsgefährdend sind, ist die Verunsicherung unter Verbrauchern groß. „Konsument“ hat sich auf Einkaufstour begeben.

Rund 60 Produkte hat „Konsument“-Ernährungswissenschaftlerin Birgit Beck stichprobenartig in den Warenkorb gelegt: darunter Zitronenlimonade, Erdbeerjoghurt, Pesto, Kürbiscremesuppe, Garnelen, Schafkäse, Rindsrouladen, Schokomilch, Früchtetee und Thunfischaufstrich – zumindest vermeintlich.

Was die Zutatenliste verrät 

Ein genauerer Blick auf die Zutatenliste zeigt: Der Inhalt hält mit den Versprechungen bzw. den Erwartungen nicht immer Schritt – was sowohl für Billigprodukte gilt als auch für Markenprodukte. Da wird das ganze Rahmschnitzerl schon mal zum Formfleisch, der Schaf(misch)käse zu Magermilch und Pflanzenöl in Salzlake oder der Vanilletraum zum Milchmischgetränk mit Betacarotin und Aroma – ohne echte Vanille.

Aroma statt Natur

Imitationen finden sich vielfach. Wer hinterfragt schon, ob die Schokomilch nicht etwa aus Kakaopulver und Aroma besteht oder ob die Enden der Linzerkipferl statt in Schokolade in kakaohaltige Fettglasur getunkt wurden? Für manchen mag der Unterschied von Kakao und Schokolade ohnehin vernachlässigbar sein – in der „Geldbörse“ der Produzenten ist er es keineswegs.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
4 Stimmen
Weiterlesen
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo