Lebensmittelvergiftung

Hausgemachte Konserven

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Konsument 2/2001 veröffentlicht: 01.02.2001

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Ich habe von einer Botulinus-Vergiftung gehört. Was ist das?

Clostridium botulinum ist ein bakterieller Erreger, der im Erdreich weit verbreitet ist und unter Luftabschluss einen Giftstoff produziert. Betroffen sind vor allem hausgemachte Konserven, wie etwa Gemüse, Obst oder Fleischwaren. Die Temperaturen beim Einkochen reichen nicht aus, um die Sporen abzutöten. Das kann man nur durch Sterilisieren erreichen. Auch vakuumverpackter Räucherfisch hat einige Vergiftungsfälle ausgelöst. 12 bis 36 Stunden nach der Aufnahme des Giftstoffes treten Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung sowie Mundtrockenheit, Seh- und Schluckstörungen oder Augenmuskellähmung auf. Sofortige ärztliche Behandlung ist notwendig. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt. Vorbeugen kann man durch gründliche Reinigung der Lebensmittel, wenn man Konserven zubereitet. Vakuumverpackten Räucherfisch bei drei Grad Celsius kühlen (Kühlschrankeinstellung kontrollieren), höhere Temperaturen beim Transport vermeiden. Ganz wichtig: Keinesfalls den Inhalt aufgeblähter Konservendosen verzehren!
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Bild: VKI