Lebensmittelzusatzstoffe

Was hinter E-Nummern steckt

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Konsument 2/2002 veröffentlicht: 01.02.2002

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Zusatzstoffe sind aus der modernen Lebensmittelproduktion nicht mehr wegzudenken. Viele sind unverzichtbar, einige eigentlich überflüssig und einzelne auch bedenklich.Und so mancher Konsument ist verunsichert.

Die Wirkung mancher Substanzen, die heute als Zusatzstoff verwendet werden, kennt und nutzt man schon seit langem: Dass ein paar Tropfen Zitronensaft (Wirkstoff Ascorbinsäure) die Braunfärbung von geschältem Obst verhindern, weiß auch, wer nur selten den Kochlöffel schwingt. Isoliert, als Zusatzstoff, wird Ascorbinsäure unter anderem als Antioxidationsmittel eingesetzt. Ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen werden Zusatzstoffe schon lange nicht mehr gewonnen. Die meisten natürlichen Substanzen werden heute chemisch nachgebaut, und es gibt auch künstliche Zusatzstoffe ohne natürliches Vorbild. Zudem werden vermehrt gentechnologische Herstellungsverfahren angewandt.

E bedeutet „essbar“ und „EU“

Zusatzstoffe sind hochwirksam; sie werden daher nur in geringen Mengen verwendet und scheinen dementsprechend erst gegen Ende der meisten Zutatenlisten auf. Dort kann man dann ablesen, zu welchem Zweck welcher Stoff eingesetzt wurde. Angegeben werden sie entweder mit Namen oder mit E-Nummer. Statt „Geschmacksverstärker E 621“ könnte also ebenso „Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat“ und statt „Farbstoff E 150c“ „Farbstoff Ammoniak-Zuckercouleur“ angeführt werden. Das E steht einerseits für „essbar/edible“, andererseits für „EU“ und bedeutet, dass die jeweilige Substanz – derzeit sind es rund 300 – als Lebensmittelzusatzstoff in EU-Ländern zugelassen ist.

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