Leberkäse

Weder Leber noch Käse

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Konsument 12/2001 veröffentlicht: 01.12.2001

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  • Enorme Preisunterschiede im selben Geschäft
  • Kein BSE-Risikomaterial gefunden

Er hat schon so manchen von plötzlich aufkommendem Hungergefühl erlöst. Besonders zur kalten Jahreszeit ist er willkommene Erwärmung eines knurrenden Magens. Eine heiße Schnitte Leber- oder (wie er mancherorts heißt) Fleischkäse zwischen zwei Semmelhälften verschafft rasch Erleichterung. Viele Leberkäsefans schlagen auch zur Mittagszeit beim Fleischer oder an den Frischetheken der Supermärkte zu. Wer sich nicht beeilt, hat mitunter schon um 12.15 Uhr das Nachsehen. Trotz des allgemeinen Trends zu leichtem und fleischarmem Essen erfreut sich der ehemalige Arme-Leute-Braten erstaunlicher Beliebtheit.

In der Form gebacken

Obwohl es sein Name vermuten lässt, enthält Leberkäse weder Innereien noch Käse. Wohl gibt es aber welchen mit Käse als Füllung, das ist dann jener, der mit dem Unwort Käseleberkäse bezeichnet wird.
Der Ausdruck Leber leitet sich höchstwahrscheinlich von der Laibform des Fleischziegels her, und Käse wiederum dürfte die Beschaffenheit beschreiben – die Bläschenstruktur. Es handelt sich um eine Wurstware, deren Rezeptur im Österreichischen Lebensmittelcodex festgelegt ist: Rindfleisch, Schweinefleisch und -speck, Wasser. Wird das Fleisch anderer Tierarten verwendet (möglich ist Pferd oder Pute), muss dies angegeben werden. Darüber hinaus gibt es noch Sorten wie Käse-, Schinken- oder Pizzaleberkäse.

Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo