Märchen von der Milch

Horrorgeschichten und Irrtümer

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Konsument 4/2002 veröffentlicht: 01.04.2002

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Rund um die Milch gibt es viele Legenden und Fehlmeinungen. Nur wenige haben einen wahren Kern.

Immer wieder ist etwa zu hören, dass Milch von Kühen, die kein Silofutter bekommen, mehr Vitamine enthält. Nun stimmt es zwar, dass die Zusammensetzung der Milch von der Art der Fütterung abhängt. Frisches Gras auf der sommerlichen Weide lässt zwar den Gehalt an Vitamin A und E ansteigen. Dass in einigen Gegenden, die Milch zur Hartkäseerzeugung liefern, die Silofütterung wirklich tabu ist, hat allerdings einen anderen Grund. Schlechte Silage kann Fehlgärungen der Milch verursachen, die dann nicht mehr zu Käse weiterverarbeitet werden kann.

Falsche Warnungen

Viele überlieferte Gräuelmärchen warnen vor Milch. So verschleimt sie angeblich Darm und Atemwege. Studien haben diese Behauptung nicht belegen können. Nur Menschen, die an diese Wirkung glauben, berichten von einem „Film“ in Mund und Rachen. Der dürfte aber eher vom typischen Milchgeschmack kommen: Der Mund fühlt sich „fettig“ an. 

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