Marillenkonfitüre

Spitzenfeld mit wenig Zucker

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Konsument 11/2000 veröffentlicht: 01.11.2000

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  • Laut EU Konfitüre statt Marmelade
  • Weniger süße schmeckten besser
  • Große Preisunterschiede

Aus der Alltagssprache sind sie kaum wegzudenken, doch streng genommen gibt es sie gar nicht mehr: Erdbeer-, Weichsel- oder Marillenmarmeladen sucht man in den Regalen vergebens.

Der Grund: Im Zuge des EU-Beitritts wurden umfassende Änderungen des österreichischen Lebensmittelrechts erforderlich. Unter anderem mussten auch die Bestimmungen für Marmeladen und Konfitüren neu geregelt und die Produkte umbenannt werden. Fast alles, was zuvor Marmelade hieß, zählt nunmehr zu Konfitüre „einfach“, die ehemalige Konfitüre mit ihren ganzen Früchten oder Fruchtstückchen wurde zur Konfitüre „extra“. Die Bezeichnung „Marmelade“ darf nur mehr für Produkte aus Zitrusfrüchten verwendet werden, denn die Briten machten das Rennen um den begehrten Begriff. Ob uns der Ausdruck Konfitüre jemals so über die Lippen kommen wird wie vormals Marmelade, weiß niemand; vielleicht wird das künftigen Generationen vorbehalten sein.

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