Maroni im Test

Da ist der Wurm drin

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KONSUMENT 2/2013 veröffentlicht: 13.12.2012

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Von edel ist bei manchen Edelkastanien keine Spur. Ein Viertel unserer Einkäufe war von miserabler Qualität. Diese Maroni hätten erst gar nicht verkauft werden dürfen.

Heiße Maroni

Kaum ist der Winter im Anmarsch, stehen sie wieder auf den Straßen: die Maronibrater. Neben gerösteten Edelkastanien haben sie meist auch Bratkartoffeln im Angebot, die für wenig Geld zu haben sind. Mit rund 2 Euro muss dagegen rechnen, wer sich für ein Stanitzel Maroni entscheidet. Das enthält für diesen Preis gerade einmal acht Kastanien. Dafür sind sie frisch geröstet und im Idealfall noch so heiß, dass man sich an kalten Tagen auch die Finger daran wärmen kann.

Maroni im Netz oder Kübel

Wer Lust auf mehr hat, geht auf den Markt oder in die Supermarktfiliale und kauft Maroni im Netz oder im Kübel. Dort geht es nicht um Stück, sondern meist um 500 oder 1.000 Gramm. Auch wir waren Ende November auf Einkaufstour. Und staunten nicht schlecht, als wir die Preisunterschiede sahen. Zwischen 5,98 und 18 Euro pro Kilo ist bei Edelkastanien in der Großpackung alles möglich. Die teuersten Maroni im Test erstanden wir übrigens am Wiener Naschmarkt. Früher einmal ein großer, bestens sortierter Obst- und Gemüsemarkt, ist er heute überwiegend eine Fressmeile mit ein paar handverlesenen Geschäften, die als Frequenzbringer für die Lokale dienen.

Maroni, Edelkastanien, Esskastanien

So verwirrend wie die Preisunterschiede sind auch die Bezeichnungen, unter denen die Früchte angeboten werden. Manche heißen Kastanien, Esskastanien oder Edelkastanien. Andere kommen als Maroni, Maronen oder Edelmaroni bzw. Edelmaronen in den Handel. Wenigstens diese Unterschiede sind schnell erklärt, denn bei Esskastanien unterscheidet man verschiedene Sorten:
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  • Gewöhnliche Esskastanien oder Edelkastanien sind größer und runder als die Maronen. Sie sind einseitig abgeflacht und beim Schälen lässt sich die innere Haut nur schwer von der Frucht entfernen.
  • Maroni oder Maronen sind herzförmig und haben eine flache, dreieckige Unterseite. Sie sind zwar kleiner als die Esskastanien, dafür aber schmackhafter. Die rotbraune Schale hat dunkle Streifen und lässt sich leicher entfernen.

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Bild: VKI