Naschen

Saures für Naschkatzen

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Konsument 6/2000 veröffentlicht: 01.08.2002

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  • „Kinderprodukte“ sind nicht wertvoller
  • Naschen mit Augenmaß macht weder krank noch dick

Wenn es ums Naschen geht, liegen oft die Nerven blank und kleine Seelen scheuern wund. Auf der einen Seite aufrechte Eltern, die zum Wohle des Kindes und der Welt radikal alles Süße aus den eigenen vier Wänden verbannen. Auf der anderen Seite kleine Drogenabhängige, die im Supermarkt sofort nach den präzise platzierten Süßigkeiten greifen und losbrüllen, wenn sie nichts bekommen. Und wenn auch noch Oma zu Besuch kommt, sich mit Überraschungseiern Kinderliebe kauft und der Schwiegertochter gute Tipps in Sachen Süßigkeiten gibt, dann, ja dann wird’s richtig gemütlich.

Die „ideale Pausen- und Zwischenmahlzeit“

Kinder lernen viel von Gleichaltrigen und von der Werbung. 20 Millionen Schilling steckte Ferrero, die Nummer zwei am Süßwarenmarkt, im Mai in die Werbung für die Einführung eines neuen Riegels. – Bilder prägen. Einmal sind es Ameisen, die sich vom Zucker die nötige Power holen, ein anderes Mal liebende Vorzeigemütter, die ihren wohl geratenen Nachwuchs mit picksüßen Schnitten und Riegeln versorgen. Die Botschaft: Die „ideale Pausen- und Zwischenmahlzeit“ für die Schule. Alles falsch: Diese süßen Riegel und Schnitten sind keine idealen Pausen- und Zwischenmahlzeiten, auch wenn sie mit „Milch“, Calcium, Vitaminen usw. angereichert werden. Anders als im Fernsehen vermittelt, geben liebende Eltern ihren Kindern Milch, Obst, Gemüse und ein gut belegtes Jausenbrot mit.

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