Nitrosamine

Getreidekaffee

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Konsument 12/2004 veröffentlicht: 10.11.2004, aktualisiert: 08.02.2013

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In der Juni-Ausgabe von "Konsument" stand zu lesen, dass in Malzkaffee Nitrosamine enthalten sind. Muss ich jetzt auf meinen Getreidekaffee zum Frühstück verzichten?

Nein, das ist nicht nötig. Früher enthielt Malzkaffee, aber auch Bier reichlich Nitrosamine. Aufgrund veränderter Herstellungsverfahren ging der Gehalt jedoch zurück. Die Nitrosamin-Aufnahme über Malzkaffe ist daher als sehr gering einzustufen. Es spricht also nichts gegen den regelmäßigen Genuss von Getreidekaffee. Zur Gruppe der Nitrosamine zählen viele hundert Verbindungen. Mehr als 300 davon wurden bisher auf ihre Krebs erregende Wirkung untersucht. Bei etwa 90 Prozent bestätigte sich im Tierversuch der Verdacht. Daher geht man davon aus, dass Nitrosamine auch für den Menschen Krebs erregend sind.

Vitamin C wirkt entgegen

Die schädlichen Substanzen entstehen durch die Reaktion von Nitrit mit bestimmten Eiweißverbindungen, den sekundären Aminen. Nitrosamine entstehen wahrscheinlich auch bei der Verdauung von nitrithaltigen Lebensmitteln. Darüber hinaus gelangen sie durch gepökelte und geräucherte Fleischwaren, vor allem aber im Tabakrauch in den Organismus. Vitamin C wirkt dem Entstehen von Nitrosaminen entgegen: Trinkt man beispielsweise zu einer Mahlzeit mit gepökeltem Fleisch ein Glas Orangensaft, wird die Nitrosaminbildung vermindert.

 

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Bild: VKI