Öle: kalt gepresst

Zum Kochen und Braten geeignet?

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KONSUMENT 3/2013 veröffentlicht: 21.02.2013

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"Können auch kalt gepresste Öle zum Kochen bzw. Braten verwendet werden?" - In unserer Rubrik "Tipps nonstop" stellen Leser Fragen und unsere Experten geben Antwort - hier Katrin Mittl, MSc.

VKI-Testerin Katrin Mittl, MSc (Bild: E. Würth)
Katrin Mittl, MSc

Speiseöle mit einem sehr hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Distelöl oder Leinöl sind zum Erhitzen ungeeignet. Kalt gepresstes Raps- und Olivenöl kann zum Kochen verwendet werden. Achtung: Nur zum Anbraten von Fleisch oder Gemüse einsetzen, da hier die Temperaturen unter 180 Grad C bleiben. Öl nur einmal verwenden und anschließend fachgerecht entsorgen. Ab damit in den Ölsammelbehälter heißt es auch, wenn das Fett beim Erhitzen zu rauchen beginnt!

Raffiniertes Raps-, Sonnenblumen oder Maiskeimöl

Sicherer ist die Verwendung von hitzestabilen Ölen wie raffiniertem Raps-, Sonnenblumen oder Maiskeimöl. Zum Frittieren, wo besonders hohe Temperaturen erreicht werden, empfehlen wir den Einsatz von z.B. Erdnussöl oder raffiniertem Rapsöl, da diese Öle hitzestabil und geschmacksneutral sind.

Mit Holzlöffel überprüfen

Ob das Öl heiß genug ist, können Sie mit einem Holzlöffel überprüfen: Beginnt das Fett am Stabende zu schäumen und zu zischen, hat es die richtige Temperatur. Wenn Sie anschließend die Lebensmittel zimmerwarm oder kalt in die Pfanne geben, nimmt das Lebensmittel die Hitze auf und der Rauchpunkt wird nicht erreicht.

Nicht zu stark erhitzen

Bei zu hohen Temperaturen über einen längeren Zeitraum gehen wertvolle Inhaltstoffe verloren und es kommt zur Bildung von Schadstoffen. Werden kalt gepresste Öle über erhitzte Speisen geträufelt oder in heißen Speisen verarbeitet, entstehen dagegen keine gesundheitsschädlichen Stoffe.

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