Ostereier

Nicht mehr anonym

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Konsument 4/2007 veröffentlicht: 22.03.2007, aktualisiert: 13.04.2007

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Rohe Eier werden EU-weit Stück für Stück gekennzeichnet. Haltungsform und Herkunftsland sind an einem Code erkennbar. Doch woher stammen bereits gekochte und gefärbte Eier?

Pro Kopf 233 Eier im Jahr

Über das Jahr gerechnet wurden hierzulande zuletzt pro Kopf 233 Eier verbraucht. Davon steckte etwas mehr als die Hälfte in diversen Speisen und Nahrungsmitteln, der nicht unerhebliche Rest wurde von den Konsumenten in roher Form erstanden. Heimische Legehennen können den Bedarf lediglich zu 75 Prozent decken. Vor allem zur Saisonspitze Ostern werden Eier daher importiert.

AT steht für Österreich

Woher rohe Eier stammen, wird seit 1. 1. 2004 stückweise, also einzeln auf jedem Ei, mit einem Zahlen- und Buchstabencode angegeben. Die erste Ziffer dieses Codes informiert über die Haltungsform der Legehennen: 0 steht für Bioware, 1 für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Käfighaltung. Dann folgt das Länderkürzel des Herkunftslandes: AT steht für Österreich, DE für Deutschland, IT für Italien ... und schließlich ist noch die Kenn-Nummer des Landwirtschaftsbetriebes angeführt. Auf freiwilliger Basis kann zudem das Mindesthaltbarkeitsdatum aufgestempelt sein.

Eier aus Bodenhaltung

Eine Banderole über einem
Karton verpackter, gefärbter
Eier beantwortet alle Fragen
zu Herkunft, Produkt, Haltungsform
und Mindesthaltbarkeit.

Gefärbte Eier müssen dagegen keinen Herkunfts- Stempel tragen. Auf der Packung ist zwar unter anderem auch der Produkt- Verantwortliche anzuführen, doch das kann der Hersteller, der Verpacker oder der Verkäufer sein. Woher in Geschäften angebotene Ostereier stammen, ist daher oft nicht nachvollziehbar.

Banderole für heimische Eier

Auf freiwilliger Basis sind genauere Angaben zur Herkunft freilich möglich: Im Rahmen des Herkunfts-Sicherungssystems „ovum“ der Agrarmarkt Austria (AMA) für gefärbte Eier werden ausschließlich in Österreich gelegte, gefärbte und abgepackte Eier besonders gekennzeichnet. Zu erkennen sind die Ostereier heimischer Herkunft an einer Banderole auf der Packung (siehe Abb.). Dort ist auch angeführt, ob die Eier aus biologischer Produktion, aus Freiland- oder Bodenhaltung stammen. Eier aus Legebatterien sind seit heuer aus dem Programm ausgeschlossen. Am Markt werden Eier aus Käfighaltung aber noch lange zu finden sein. Denn in Österreich ist die Käfighaltung ab 2009, EU-weit überhaupt erst ab 2012 verboten.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo