Paprika

Himmel und Hölle

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Konsument 8/2001 veröffentlicht: 01.08.2001

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Von fruchtig süß bis höllisch scharf ist bei Paprikaschoten alles drin.

Wer denkt bei Paprika nicht an Ungarn, an die unendliche Weite der Tiefebene, wo Gemüse-, Tomaten- und Gewürzpaprika in unzähligen Varianten kultiviert werden, an Szegediner Gulasch, Pörkölt, Halászlé, Zigeunerspieß und an die Schweißperlen, die einem prompt auf der Stirn stehen, wenn man den kleinen, höllisch scharfen Versuchungen nicht widerstehen kann? Dabei ist der ungarische Paprika gerade erst 300 Jahre alt und stammt eigentlich aus Süd- und Mittelamerika, wo er seit Jahrtausenden auf dem Speiseplan der Ureinwohner steht. Dort hat ihn Christoph Kolumbus (1451-1506) kennen gelernt. Der Genueser Seefahrer in spanischen Diensten glaubte allerdings jene Pflanze entdeckt zu haben, aus der man schwarzen Pfeffer gewinnt. Dieser wurde zu Kolumbus’ Zeiten auf den europäischen Märkten mit Silber aufgewogen, und seine exzessive Verwendung in den vornehmen Haushalten sollte den Reichtum der Könige, Fürsten und Handelsgeschlechter bezeugen.

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