Pestizide in Paprika

Bio ist anders ...

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Konsument 4/2009 veröffentlicht: 25.03.2009

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  • Gemüsepaprika auf Schadstoffe untersucht
  • In den meisten Proben Rückstände gefunden
  • Ausgerechnet ein Bioprodukt am stärksten belastet

Gesund und kalorienarm: Ob in kräftigem Grün, Gelb, Orange, Rot oder in gedämpft-satten Gelb- und Grüntönen – Paprika sind immer ein Blickfang im Gemüseregal. Zu hohen Anteilen importiert, sind sie bei uns jahrein, jahraus erhältlich und werden gerne gekauft. In der von der Agrarmarkt Austria (AMA) erstellten Skala der beliebtesten Gemüsesorten Österreichs nehmen Paprika nach Paradeisern, Zwiebeln, Karotten und Gurken Rang 5 ein. Kein Wunder – die bunten, knackigen Schoten schmecken nicht nur delikat, sondern liefern obendrein reichlich Vitamine. In Paprika steckt mehr Vitamin C als beispielsweise in Zitronen oder Orangen. Dazu kommen Provitamin A (wichtig für die Sehkraft und das Immunsystem, vor allem in roten Schoten enthalten) sowie Vitamin K, B6 und Ballaststoffe. Weiteres Plus: Paprika sind sehr kalorienarm. 100 Gramm liefern gerade einmal 20 Kilokalorien. So weit, so gut.

Laufend untersucht

Andererseits zählen Paprika zu denjenigen Gemüse- und Obstsorten, die besonders häufig mit Rückständen von Schädlingsbekämpfungsmitteln (Pestiziden), auch als Pflanzenschutzmittel bezeichnet, belastet sind. Das geht aus einschlägigen Untersuchungen immer wieder hervor: In Nordrhein- Westfalen werden Obst und Gemüse regelmäßig auf Pestizide untersucht und die Ergebnisse mit Angaben zur Herkunft der Proben und zu den vertreibenden Handelsketten jährlich veröffentlicht.

Laut aktuellem Pestizid-Report waren von den in den Jahren 2006 bis 2008 geprüften Melanzani, Fisolen, Gemüsepaprika, Gurken, Paradeisern und Zucchini die Paprika das am stärksten belastete Fruchtgemüse. Bei 55 Prozent von über 500 untersuchten Paprikaproben wurden Pestizidrückstände festgestellt, bei 5 Prozent lagen sie jenseits der gesetzlich festgelegten Höchstmengen. In den beiden letzten Jahren waren vor allem Proben aus der Türkei, Marokko, Spanien und den Niederlanden zu hohen Anteilen belastet. So umfangreiche und detaillierte Dokumentationen gibt es bei uns leider nicht.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo