Pesto im Test: Nur ja! Natürlich im grünen Bereich

Hersteller nehmen Billig-Zutaten

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Konsument 6/2007 veröffentlicht: 16.05.2007

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  • Nur wenige Produkte sind geschmacklich einwandfrei
  • Die meisten Hersteller sparen bei den Zutaten

Abgesehen vom klassischen Tomatensugo und seinen Variationen greifen Pasta-Fans, die sich rasch ein schmackhaftes Nudelgericht zaubern wollen, neuerdings auch zu Gläsern mit grünem Inhalt: zu Pesto alla Genovese. Basilikum, das beliebte mediterrane Küchenkraut, verleiht dieser ursprünglich aus Genua kommenden, ungekochten Würzsauce seine Farbe. Mit der aromatischen Köstlichkeit, die traditionell im Mörser zubereitet wird (italienisch „pestare“ = zerstampfen), möchten Sie nun Ihre Fusilli oder Farfalle verfeinern – und sind, wenn Sie den ersten Bissen nehmen, vielleicht genauso enttäuscht wie wir. Nur wenige der 14 in Supermärkten erhältlichen Pesto-Saucen konnten unsere Tester zum genüsslichen Weiterschlemmern verlocken.

Falsche Zutaten

Die Ursache ist schnell entlarvt, denn das Genueser Originalrezept sieht außer Salz lediglich fünf Zutaten für Pesto vor: hochwertiges Olivenöl, frisches Basilikum, Parmesan oder Pecorino, Pinienkerne und Knoblauch. Die Hersteller von industriell gefertigter Ware aber geizen mit den Inhaltstoffen. Statt Olivenöl verwenden sie oft billiges Sonnenblumenöl (Spar Feine Küche und Byodo), ersetzen die teuren Pinienkerne durch preisgünstigere Nüsse wie Cashewkerne (Barilla, Piccardo & Savore, La Valle Degli Ulivi) und sparen auch gerne am Käse. Echter Parmesan oder Pecorino findet sich meist nur in geringen Mengen, und der Anteil an Basilikum schwankt mit Werten zwischen 24 und 40 Prozent recht stark.

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Bild: VKI