Preiserhöhungen

Gut getarnt

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KONSUMENT 6/2014 veröffentlicht: 22.05.2014, aktualisiert: 25.09.2014

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So sehr die Supermarktketten ihre Kunden mit Sonderangeboten umwerben: Lebensmittel werden immer teurer. Damit den Kunden die Preissteigerungen nicht gleich auffallen, nutzen die Produzenten inzwischen jeden Verpackungsschmäh.

Essen kostet von Jahr zu Jahr mehr. Selbst beim Diskonter legt man für den wöchent­lichen Lebensmitteleinkauf mittlerweile viel Geld hin. Um die Tatsache der steigenden Preise zu verschleiern, haben sich die Pro­duzenten einiges einfallen lassen.

Einfach ein bisschen weniger reingeben ... Milka Kleines Dankeschön (Bild: K. Schreiner/VKI)  

Downsizing: weniger drin

Die beliebteste Taktik ist derzeit das sogenannte Downsizing. Darunter versteht man das gezielte Verringern der Füllmenge, während der Preis des Produktes gleich bleibt oder zumindest nicht proportional zur Füllmengenänderung verringert wird. Ergebnis: Das Produkt verteuert sich, die Preiserhöhung ist jedoch nicht am Endpreis abzulesen. Eine echt geniale Vorgangsweise.

110 statt 125 Gramm: 14% Preiserhöhung

Viele Konsumenten sind an die Preise jener Produkte gewöhnt, die sie häufig kaufen. Anstatt die Kunden mit einem Aufschlag zu verschrecken, wird für den gleichen Betrag einfach weniger Inhalt in die Packung gefüllt. Ein schönes Beispiel dafür sind - siehe oben - die Pralinen „kleines Dankeschön“ von Milka. Ursprünglich hatte die Packung eine Füllmenge von 125 Gramm und kostete bei Billa 2,89 Euro. Die Schokostückchen sind nach wie vor um 2,89 Euro zu haben, doch sie sind kleiner und wiegen nur noch 110 Gramm. Klingt vielleicht nicht nach ganz großem ­Unterschied, macht aber in Summe trotzdem eine Preiserhöhung von 14 Prozent aus!

Neue Sorte

"Weniger vom fast Gleichen“ ist ebenfalls eine beliebte Methode der versteckten Preis­erhöhung. Neben bekannten Standardsorten werden zusätzliche Produkte in ganz ähn­licher Aufmachung zum gleichen Preis, aber mit geringerer Füllmenge angeboten. Während zum Beispiel bei einer herkömmlichen Margarine 500 Gramm in den Becher kommen, sind es bei der Neueinführung nur 400 Gramm. Beide Becher kosten gleich viel. Ergebnis: Obwohl sich die Margarinen in der Zusammensetzung nur marginal voneinander unterscheiden, zahlt der Kunde für das neue Produkt um 25 Prozent mehr. Bis er draufkommt, dass er um sein Geld deutlich weniger Ware erhält, ist das Geschäft auch schon gelaufen.


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