Ribiseln

Johannisbeeren nicht nur in Rot

Seite 1 von 6

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 7/2010 veröffentlicht: 17.06.2010

Inhalt

Mit Ribiseln lassen sich eine Menge erfrischender Gerichte zaubern, ideal für die heiße Sommerzeit.

Sie heißen Ribiseln oder auch Johannisbeeren, und sie haben es in sich, sowohl optisch als auch geschmacklich. Während die Blüte der winterharten Sträucher oder Spalierpflanzen ganz unscheinbar verläuft, ist die Fruchtbildung umso auffälliger: Über und über mit zarten Trauben leuchtend roter oder elfenbeinfarbener Beeren bedeckt, wirken die attraktiven "Obst­träger" schön wie ein Sommertag. Lohn der ausschließlich händischen Ernte, die je nach Sorte und Witterung bis Ende August geht, ist ein erfrischend süßes, dichtes und zugleich zart säuerliches Aroma, sobald man die kleinen, prallen Beeren mit der Zunge am Gaumen zerdrückt.

Von rot bis schwarz

Die wichtigste heute noch existierende Stammart der Ribisel ist die Waldjohannisbeere und die daraus gezüchtete Garten­johannisbeere, die seit dem 15. Jahrhundert in Dänemark, den Niederlanden und den baltischen Ländern als Kulturpflanze bekannt ist. Bei uns findet sich von den mehr als hundert Arten die Gattung Rote Johannisbeere am häufigsten in den heimischen Gärten und Obstregalen. Ihre Beeren sind in etwa erbsengroß, je nach Sorte glänzend hell- bis dunkelrot, das Fruchtfleisch ist weich bis mittelfest. Die Fruchtschale ist durchscheinend, mit mehr oder weniger deutlich sichtbaren Äderchen und Samen.

Milder: weiß und rosa

Weiße Johannisbeeren sind dagegen selten geworden. Ihre Farbe ist allerdings nicht weiß, sondern gelblich bzw. elfenbeinfarben. Da sie mit der Pigmentierung auch einen Teil ihrer Säure (vor allem Zitronensäure) eingebüßt haben, sind sie süßer, milder und aromatischer als die Roten ­Ribiseln. Deshalb erleben sie – unterstützt durch ertragreichere Neuzüchtungen – in letzter Zeit eine zaghafte Renaissance. ­Weiße Sorten eignen sich gut für Süßmost. Konfitüre von Weißen Johannisbeeren färbt sich jedoch rötlich.

Noch schwieriger sind nur Rosa Johannisbeeren zu finden. Sie sind ebenso fein und süß im Geschmack wie die Weißen und ganz frei von beißender Säure, die den Gaumen mancher Esser irritieren kann.

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
Weiterlesen
KONSUMENT-Probe-Abo