Schadstoffe

Gefährliche Verpackung

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Konsument 1/2011 veröffentlicht: 15.12.2010

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Kartonverpackungen für Lebensmittel sind nicht unproblematisch.

Um Lebensmittel lagern, transportieren und vor Verderb schützen zu können, müssen sie verpackt werden. Immer häufiger werden dafür Recyclingmaterialien eingesetzt, um Ressourcen zu schonen und Abfall zu vermeiden. Das ist bei Kartonverpackungen allerdings nicht unproblematisch.

Vor Kurzem tauchten in solchen Kartons Mineralölrückstände aus den Druckfarben von Zeitungspapier auf. Diese gehen leicht auf Lebensmittel über, wie ein Labor in der Schweiz feststellte. Betroffen sind hier vor allem trockene Lebensmittel mit großer Oberfläche, etwa Reis, Gries, Cornflakes und Nudeln. Welche Auswirkungen solche Verunreinigungen auf den Menschen haben, ist unklar, da grundlegende Daten fehlen.

Übergang von Mineralöl sollte minimiert werden

Nach Auffassung des Deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sollte der Übergang von Mineralölen auf Lebensmittel auf jeden Fall minimiert werden. Eine Möglichkeit ist der Einsatz von Innenbeuteln aus aluminiumbeschichteten Kunststoffen bei Kartonverpackungen. Oder der Verzicht auf den Einsatz von Mineralölen im Zeitungsdruck. Das hätte noch einen weiteren Vorteil: Es würde beim Zeitunglesen kein Mineralöl mehr über die Haut in den Körper gelangen.

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