Schadstoffe in Kochutensilien

Löffelweise Gift

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KONSUMENT 7/2012 veröffentlicht: 25.06.2012, aktualisiert: 25.10.2012

Inhalt

Alarmierend: Kochlöffel aus Plastik können beim Umrühren in heißen Speisen unerwünschte chemische Substanzen abgeben. Wir hatten 10 Kochutensilien im Test und empfehlen die Rückkehr zum guten alten Holzkochlöffel.

Kartoon: LeszekSie finden sich in jeder Küche, meistens in bunten Farben und lustigen Formen – Kochlöffel, Pfannenwender und ähnliche Pro­dukte zum Umrühren von Speisen.

Schadstoffe in Kochlöffeln: Melamin, Formaldehyd etc.

Seit einiger Zeit stehen Küchenutensilien aus Kunststoff aber im Verdacht, gesundheitlich bedenk­liche Schadstoffe wie Melamin, Formaldehyd und ähnliche unerwünschte chemische Sub­s­tanzen ans Essen abzugeben.

10 Kochlöffel im Test

Wir wollten es genau wissen und haben für unseren Test 10 Produkte in Geschirrfachgeschäften, Einrichtungshäusern und Supermärkten in Wien und Umgebung eingekauft. Erstaunt haben uns die enormen Preisunterschiede: Der billigste Rührspatel von IKEA kam auf 99 Cent, für das teuerste Produkt (koziol) von interio zahlten wir 14,90 Euro. Beim Test stellte sich heraus, dass auch dieser teure Kochlöffel ­eine chemische Substanz ans Essen abgibt.

Ungeeignet für hohe Temperaturen

Unsere Tester haben das Zubereiten einer Speise simuliert und dazu mit den Koch­löffeln bei 100 Grad Celsius umgerührt. Das ernüchternde Ergebnis: Die Hälfte der untersuchten Kochutensilien eignet sich nicht zum Kochen bei einer Temperatur von über 100 Grad Celsius. Zum einen gaben zwei ­Produkte während des Kochvorgangs die Schadstoffe Melamin und Formaldehyd ab. Zum anderen verwirren die den Kochlöffeln beigefügten Herstellerbeschränkungen zu Temperaturhöhe und Kochdauer mehr, als sie helfen.


Lesen Sie auch unsere Artikel: Test: Photoinitiatoren in Lebensmittelverpackungen 5/2012 und Schadstoff-Information 7/2011

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
birambeau Küchenhelfer, Fackelmann Rundlöffel, homeware Rundlöffel, IKEA Rührspatel, mira HOME Kochlöffel groß, home Koch-/Probierlöffel, koziol Kochlöffel, Rosti Mepal Küchenhelfer, TopHit Spitzlochlöffel, zak Kochlöffel

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Wertung: 4 von 5 Sternen
17 Stimmen

Kommentare

  • Kochlöffel aus Bambusholz
    von REDAKTION am 12.07.2012 um 14:20

    Produkte aus Bambusholz haben wir nicht untersucht, da sie nicht marktbedeutend sind. Hinsichtlich von Verklebungen ist jedoch berechtigte Skepsis angebracht. Diese könnten bei höheren Temperaturen problematisch sein.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Backformen/Kochlöffel
    von REDAKTION am 02.07.2012 um 09:55

    Danke für den Hinweis. Wir haben diese Produkte noch nicht getestet, können daher nichts über sie sagen, werden das Thema aber in unsere Testplanung aufnehmen.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • kochlöffel im test
    von irmgardp am 28.06.2012 um 17:57
    auf dem markt sind auch kochlöffel aus bambus-holz, mehrlagig, verklebt? auch hier wäre es interessant zu wissen, was drin steckt!
  • Kunststoff Küchenutensilien
    von plugwrap am 27.06.2012 um 21:46
    Mich würde interessieren wie diese Problematik bei den beliebten weichen Silikonbackformen und bei Kunststoffbackformen aussieht? mfg Andreas Bernhard
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